Kriminaltouristen aus Rumänien wollten Anfang Juni eine Seniorin ausrauben. Trotz ihres hohen Alters wehrte sich die rüstige Dame gegen das verheiratete Täter-Paar. Jetzt erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die beiden in U-Haft sitzenden und in Deutschland amtsbekannten Tatverdächtigen.
Einem Verbrecher-Ehepaar (43, 49) aus Rumänien droht im Salzburger Landesgericht eine Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen die verheirateten Kriminellen erhoben. Es geht um einen mutmaßlichen Raubüberfall auf eine 97 Jahre alte Salzburgerin im Stadtgebiet.
Kriminelles Ehepaar kam ein zweites Mal zum Opfer
Am 9. Juni 2026 war das rumänische Paar im Salzburger Stadtzentrum. Aus Geldnot streiften sie durch Wohnsiedlungen, klingelten an mehreren Haustüren. So auch bei der 97-Jährigen. Nachdem die Seniorin die Tür geöffnet hatte, rannte die 49-Jährige sofort in die Wohnräume. Umgehend drückte die Pensionistin den Notfallknopf an ihrem Handgelenk – daraufhin flüchteten die beiden Täter. Nur zwei Tage später läuteten die Rumänen wieder bei der 97-Jährigen. Die Frau erwartete Besuch und öffnete deshalb erneut die Tür. Dabei griff der Täter zum Handgelenk der Frau, um das Drücken des Notfallknopfes zu verhindern. Während er sein Opfer festhielt, suchte die Komplizin nach Wertsachen.
Doch die 97-Jährige ließ sich das nicht gefallen: Sie begann, zu schreien und trat um sich herum. Daraufhin suchte das Paar ohne Beute das Weite. Im Polizei-Verhör verstrickten sich die mutmaßlichen Räuber in Widersprüche.
Der Fall zeigt auch, dass so ein Notfallarmband nicht nur bei medizinischen Notsituationen helfen kann, sondern auch, wenn man Opfer von Kriminellen wird.

Opfer-Anwalt Stefan Rieder
Bild: Markus Wenzel
Sie dürften wissen, was sie hierzulande erwartet. Denn: In Deutschland haben die beiden laut „Krone“-Informationen bereits eine Reihe an Straftaten verübt – für beide setzte es auch schon jahrelange Haftstrafen, unter anderem wegen versuchten Raubes. Beide sind in U-Haft.
Für Opfer-Anwalt Stefan Rieder ist der Fall ein „Paradebeispiel für den Kriminaltourismus“. Und er zeigt eindrücklich, wie „so ein Notfallarmband nicht nur bei medizinischen Notsituationen helfen kann, sondern auch, wenn man Opfer von Kriminellen wird“.
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