Zu einem seltenen Einsatz rückte die Freiwillige Feuerwehr Nußdorf am Haunsberg in Salzburg am Donnerstagnachmittag aus. Ein Baum war direkt auf eine 30-kV-Stromleitung gefallen, 2300 Haushalte kurze Zeit ohne Strom. 15 Kunden hatten drei Stunden lang keine Versorgung.
Das hätte auch tragisch enden können. Am Donnerstag um 15.01 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr in Nußdorf am Haunsberg zu einem umgestürzten Baum in der Nähe der Bundesstraße im Ortsteil Pabing alarmiert. Besonders heikel: Das Gewächs war auf eine Stromleitung gefallen, weshalb die Salzburg Netz GmbH die Versorgung kurz abschalten musste.
„Bei solchen Einsätzen warten wir immer auf den Netzbetreiber, bevor wir selbst etwas tun können“, sagt Ortsfeuerwehrkommandant Matthias Ganisl auf „Krone“-Anfrage. Dabei sei am Donnerstag alles gut gegangen, der Baum konnte rasch aus der Leitung entfernt werden. „Zum Glück kommen solche Einsätze sehr selten vor.“
Von der Salzburg Netz GmbH war ein Leitungsmonteur vor Ort, der die Schäden begutachtete. „Bei solchen Vorfällen informiert uns die Feuerwehr – oder umgekehrt. Dann rücken wir gleich parallel aus, das funktioniert sehr gut“, heißt es seitens der Muttergesellschaft Salzburg AG.
Während der Arbeiten wurden die Kunden bereits schrittweise wieder zugeschaltet. „Das geht über die Leitstelle, die dann gegebenenfalls auf andere Leitungen umschaltet. Nach ein paar Minuten war der Großteil wieder versorgt“, so der Netzbetreiber.
Wirklich hart getroffen hat der Stromausfall hingegen 15 Haushalte. Diese mussten gleich drei Stunden lang auf ihre Versorgung warten. Laut Salzburg AG seien Salzburger Haushalte 2025 im Schnitt lediglich 13,18 Minuten ohne Strom gewesen. Österreichweit lag diese Zahl bei 15,5 Minuten.
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