Welternährungstag

Bei Süßem werden die Leistungssportler schwach

Zum Welternährungstag hat sich die „Krone“ bei einigen Salzburger Sportlern umgehört. Was essen sie gern vor Wettkämpfen, was darf nicht sein und worauf können sie einfach nicht verzichten.

„Ich tu mir sehr schwer, bei einer Nachspeise Nein zu sagen“, gesteht Schwimmer Luca Karl. Sonst nimmt er es genau: Er kocht seit zwei Jahren selbst und bekommt im Olympiazentrum von Ernährungsberaterin Judith Haudum seine Pläne. Schokolade hält er deshalb möglichst aus der Wohnung fern. „Wenn ich es daheim habe, esse ich es auch.“

Der Welternährungstag am 16. Oktober erinnert daran, wie wichtig Essen ist. Für Leistungssportler ist es Teil des Jobs. Fast alle kochen selbst: Triathletin Linda Hehenwarter täglich und gleich drei Portionen auf einmal, den Rest friert sie ein. Läuferin Katharina Stöger kommt auf rund 90 Prozent Selbstgekochtes, dazu gibt es Meal Preps für lange Tage.

Kohlenhydrate stehen vor Wettkämpfen ganz oben auf der Liste
Vor dem Wettkampf lautet das Motto bei allen: Kohlenhydrate. Nudeln, Reis und Kartoffeln stehen ganz oben. Hehenwarter hat sogar immer einen Reisekocher im Gepäck, am Wettkampfmorgen gibt es zwei Semmeln mit Honig oder Nutella. Hans-Peter Innerhofer setzt auf Nudeln mit Tomatensauce und eine Schüssel Salat.

Beim Thema Regeln gehen die Ansichten auseinander. Stöger hat eine eiserne: nie unterernährt ins Training und spätestens zehn Minuten danach wieder Nährstoffe. Trailläufer Innerhofer sieht es lockerer. „Ich esse das, was ich gerade mag“, sagt er. Fehler passieren trotzdem. Karl hat früher mittags zu wenig Kohlenhydrate gegessen und war dann im Nachmittagstraining müde. Hehenwarter fuhr sich als Jugendliche oft „leer“. Auch Stöger hat sich schon nicht ausreichend ernährt.

Doch Essen ist auch Genuss und wichtig für die Psyche. Und wer kocht grundsätzlich am besten? Die eigene Mama! Und was erinnert an daheim? Bei Karl ist es die „legendäre Lasagne“ seiner Mama, die sie bis heute gern kocht, wenn er zu Besuch ist. Stöger freut sich auf ihr Kichererbsencurry, „nährstofftechnisch nahezu perfekt“, wenn sie länger unterwegs ist.

Katharina Stöger braucht manchmal auch etwas Süßes.
Katharina Stöger braucht manchmal auch etwas Süßes.(Bild: zVg)

Der Heimat-Teller ist das eine, die Lust auf Süßes das andere. Innerhofer braucht jeden Abend vorm Fernseher etwas Süßes, am liebsten Kekse. Stöger gönnt sich täglich eine Kleinigkeit, „einfach weil es mir so gut schmeckt“. Bei diesem Pensum sei Zucker nicht unbedingt schlecht, weiß sie. Ohne Süßes kommt eben auch ein Spitzensportler nicht aus.

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