Wegen Sponsor-Rückzug

Protestwelle! Auch Sturm streicht Graz vom Trikot

Europa League
15.10.2026 19:58
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Die Welle des Protests rollt durch Graz! Nachdem Eishockey-Meister 99ers nach der Einstellung von Sponsorings seitens der Stadt den Namen „Graz“ schon von seinen Trikots verbannte, zog jetzt auch Sturm in England rund um das Europa-League-Match bei Bournemouth nach.

So wird der Fußball-Vizemeister ebenfalls den Schriftzug „Graz“ im Wappen auf den Sturm-Trikots beim Einlaufen der Mannschaften überkleben. Sturm erklärt den Schritt auf seinen Kanälen.

„Der SK Puntigamer Sturm Graz repräsentiert die Stadt Graz mit seinen Erfolgen auf nationaler und internationaler Ebene und trägt den Namen unserer Stadt weit über die Landesgrenzen hinaus nach Europa. Weiters leisten wir mit unserer Nachwuchsarbeit, unserer Frauenmannschaft sowie unserem Special-Needs-Team einen enormen Beitrag für das Gemeinwohl der Stadt Graz sowie mit hunderten durch Sturm gesicherten Arbeitsplätzen eine enorme Wertschöpfung für die gesamte Region Graz. Umso enttäuschender sind die angekündigten Kürzungen im Sportsponsoring der Holding Graz.“

Die Truppe von Fabio Ingolitsch wird ohne Schriftzug Graz in Bournemouth einlaufen.
Die Truppe von Fabio Ingolitsch wird ohne Schriftzug Graz in Bournemouth einlaufen.(Bild: GEPA)

Sturm weiters: „Dem SK Puntigamer Sturm Graz ist bewusst, dass öffentliche Budgets verantwortungsvoll eingesetzt werden müssen. Dennoch darf bei allen Konsolidierungsmaßnahmen die gesellschaftliche Bedeutung des Sports nicht aus den Augen verloren werden. Profisport, Nachwuchsarbeit sowie Frauen- und Behindertensport sind eng miteinander verbunden und leisten einen wesentlichen Beitrag für den Sportstandort Graz. Ohne Spitzensport gibt es keinen Breitensport. Ohne Respekt und Wertschätzung seitens der Politik fällt es schwer, die tägliche Arbeit als einer der größten Botschafter der Stadt Graz weiter fortzuführen.

Sturm-Boss Christian Jauk
Sturm-Boss Christian Jauk(Bild: Sepp Pail)

„Von unserer Heimatstadt im Stich gelassen“
Sturm-Präsident Christian Jauk: „Wir waren und sind stets stolz darauf, Graz auf der europäischen Fußballbühne zu vertreten und unsere Stadt international sichtbar zu machen. Umso bedauerlicher ist es, wenn gerade jene Vereine, die Graz weit über die Landesgrenzen hinaus repräsentieren, mit solchen Kürzungen konfrontiert werden. Wir benötigen einen offenen Dialog und ein gemeinsames Bekenntnis dazu, dass Graz auch in Zukunft ein starker Sportstandort bleibt. Die Stadt Graz lässt den Spitzensport und somit die Zugpferde und Vorbilder für unzählige Kinder und Jugendliche in unserer Stadt fallen – hier und heute in Bournemouth setzen wir ein Zeichen, wie wir uns fühlen: Von unserer Heimatstadt im Stich gelassen.“

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