Für Stadion-Millionen

Land Steiermark greift nach Grazer Flughafen

Steiermark
15.10.2026 06:00

Zwischen Land Steiermark und Stadt Graz wird aktuell eifrig verhandelt. Es geht vor allem um die Frage, was das Land davon hat, wenn man sich beim Umbau des Liebenauer Stadion beteiligen sollte.

Offiziell halten sich alle Beteiligten bedeckt – doch dem Vernehmen nach arbeitet man sich, mühsam aber doch, einer Lösung in der Grazer Stadionfrage entgegen. Fragt man beim Land an, bekommt man zwar gebetsmühlenartig die Antwort, dass der Ball diesbezüglich bei der Stadt liege und man weiter auf ein fertiges Konzept warte, aber hinter den Kulissen gibt’s zwischen Burg und Rathaus einen regen Austausch.

Vor allem dreht sich alles um die Frage, was das Land davon hat, wenn man sich mit rund 30 Millionen Euro am Umbau beteiligt. Die im Rathaus zunächst angedachte und wohl einfachste Variante wäre wohl, wenn das Land Miteigentümer in Liebenau wird. Doch dort scheint man eher auf andere Beteiligungen zu spitzen: Allen voran beim Flughafen. Der musste zwar zuletzt mit der Einstellung der Verbindungen nach Wien und Istanbul ordentlich Federn lassen, gilt aber nach wie vor als ein Kronjuwel unter den städtischen Tochterunternehmen.

Auch an der Grazer Messe ist eine Beteiligung des Landes künftig vorstellbar.
Auch an der Grazer Messe ist eine Beteiligung des Landes künftig vorstellbar.(Bild: Christof Hütter)

Eine weitere Möglichkeit wäre die Messe (MCG). Allerdings soll die derzeitige Führung unter Martin Ulrich im Land kritisch gesehen werden. Aktuell zahlt die Stadt ja pro Jahr drauf, musste erst Anfang des Jahres fünf Millionen Euro hinzuschießen. Im Büro von Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP) und seinem Pendant im Grazer Rathaus, Stadtrat Manfred Eber (KPÖ), bestätigt man jedenfalls Gespräche, mit Details hält man sich aber zurück. Für die Stadt sei aber vieles vorstellbar.

Aufgrund der überschaubar prickelnden Finanzlage rückt auch wieder eine Variante in der Stadion-Frage in die Verlosung, die schon aus dem Rennen schien. Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) kann sich nun doch mit dem Gedanken anfreunden, das Baurecht an Sturm und den GAK abzutreten. Stadt und Land würden sich so viel Geld sparen.

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