Der Tiroler Simon Schranz ist neuer Meister der European Ligier Series 2026. Warum für den 18-Jährigen nach der Saison noch lange keine Ruhe einkehrt und weshalb ihm trotz 150.000 Euro Preisgeld weitere 200.000 Euro für die nächste Saison fehlen, verrät er der Tiroler Krone.
Mit gerade einmal 18 Jahren bereits einen Titel im Motorsport in der Tasche: Der Imster Simon Schranz sicherte sich am vergangenen Wochenende im portugiesischen Portimão den Meistertitel in der European Ligier Series 2026. „Ich kann es noch gar nicht richtig begreifen, weil es eine echte Achterbahnfahrt war – speziell am letzten Rennwochenende wechselte die Führung in der Meisterschaft mehrmals“, beschreibt der junge Tiroler seine Gefühlswelt nach dem Titelgewinn.
Für das Fahrerduo Schranz und Gardner gab es zudem ein Preisgeld von 150.000 Euro. Für Schranz ist das allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein: „Jedem Fahrer stehen 75.000 Euro zu. Diese werden aber gleich für die nächste Saison im Le Mans Cup verwendet, für die noch 200.000 Euro ausfinanziert werden müssen.“
Arbeit vor Privatvergnügen
Statt den Titel zu feiern und den Urlaub zu genießen, ist Schranz daher bereits wieder auf Sponsorensuche. „Im Motorsport musst du immer arbeiten.“ Die Suche soll sich neben Tirol und Österreich künftig auch auf das Ausland ausweiten. „In Österreich ist Motorsport leider nicht so stark vertreten – daher muss man alle Wege offenhalten“, erklärt der Lewis-Hamilton-Fan, der auch in der Formel 4 bereits Podestplätze eingefahren hat.
Der Le Mans Cup gilt als Vorstufe zu Meisterschaften wie der European Le Mans Series (ELMS), in der unter anderem der Zillertaler Rene Binder aktiv ist.
Neben dem Meistertitel in der Ligier Series freut sich Schranz über neue Freiheiten abseits der Rennstrecke. „Ich bin im August 18 geworden, habe in Tirol den L17-Führerschein gemacht und nun darf ich auch außerhalb Österreichs im Straßenverkehr mitmischen“, freut sich das Rennsport-Naturtalent, das die Fahrprüfung „problemlos“ bestanden hat.
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