Lkw auf Gegenfahrbahn

Todes-Baustelle auf A12 fordert nächstes Opfer

Tirol
14.10.2026 07:57

Schreckliche Unfalltragödie am späten Dienstagnachmittag auf der A12 Inntalautobahn bei Silz im Tiroler Oberland: Ein Lastwagen krachte im Baustellenbereich mit Gegenverkehr gegen einen entgegenkommenden Pkw. Das Auto wurde gegen die Lärmschutzwand gedrückt und komplett demoliert. Der Lenker (36) hatte keine Überlebenschance. Es war dies bereits der dritte tödliche Unfall dort seit Mitte August.

Ereignet hat sich der tragische Unfall gegen 17 Uhr. Ein 62-jähriger Türke war mit seinem Lkw auf der A12 in Richtung Innsbruck unterwegs, als er aus bisher unbekannter Ursache im dortigen einspurigen Baustellenbereich mit Gegenverkehr auf die Gegenfahrbahn geriet.

Pkw gegen Lärmschutzwand gedrückt
Dort krachte der Lastwagen mit voller Wucht gegen das Auto eines 36-jährigen Einheimischen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw weitergeschoben und schließlich gegen die Lärmschutzwand gedrückt, schildert die Polizei die tragischen Szenen. Auch den dahinter fahrenden Wagen einer 38-jährigen Frau erfasste der Lkw und schleifte ihn mit.

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Der 36-jährige Autolenker verlor im Zuge des Zusammenpralls sein Leben und konnte nur mehr tot geborgen werden.

Ermittler von der Autobahnpolizei

Für Autofahrer kam jede Hilfe zu spät
Der 36-Jährige wurde in seinem völlig demolierten Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr musste mit einer Bergeschere anrücken, um den Mann aus dem Wrack zu befreien. Doch für den Autofahrer gab es leider keine Rettung mehr – er konnte nur noch tot geborgen werden.

Zwei Verletzte ins Krankenhaus
Der 62-jährige Lkw-Lenker und die 38-jährige Autofahrerin konnten sich selbst aus ihren Fahrzeugen befreien und seien von Ersthelfern versorgt worden. Beide wurden mit der Rettung in die Innsbrucker Klinik gebracht.

Autobahn drei Stunden gesperrt
Nach dem schrecklichen Unfall war die Inntalautobahn im Unfallbereich bis 20 Uhr komplett gesperrt. Die beteiligten Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Der Verkehr wurde in der Zwischenzeit über die Bundesstraße umgeleitet – erhebliche Staus waren die Folge.

Ein Großaufgebot von Einsatzkräften stand im Einsatz: Allein die Feuerwehr Silz rückte mit 33 Mitgliedern und sechs Fahrzeugen aus. Auch das Rote Kreuz, die Autobahnpolizei Imst und die Asfinag waren vor Ort.

Tragödien bereits im August und September
Es war dies dort bereits der dritte tödliche Unfall binnen zwei Monaten. Eine 33-jährige Einheimische war am 18. August am frühen Vormittag mit ihrem Pkw vom Oberland kommend in Richtung Innsbruck unterwegs. Die Frau geriet plötzlich aus unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem Kleintransporter. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge komplett demoliert. Die junge Frau hatte keine Überlebenschance. Sie erlitt derart schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Besonders tragisch: Die 33-Jährige war schwanger.

In der Nacht auf den 22. September ereignete sich dann der nächste tödliche Unfall. Ein Autolenker war im Baustellenbereich auf die Gegenfahrbahn geraten und gegen einen Lkw geprallt. Er starb noch an der Unfallstelle.

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