Eine Behinderteneinrichtung muss dringend saniert werden. Besonders fehlt eine neue Küche. Doch der Verein ist auf Spenden angewiesen, blitzt bei Unternehmen jedoch ab.
Ein Stau, ein verspätetes Paket oder längere Wartezeit an der Kassa können uns oft den Tag vermiesen. Doch in der Einrichtung „Die vier Jahreszeiten“ in Lieserbrücke werden solche Ärgernisse plötzlich ganz klein. Hier kämpfen Menschen mit Beeinträchtigungen jeden Tag darum, ihren Alltag zu meistern – und jene, die sie begleiten, mit einer Ausstattung, die längst erneuert gehört.
Sieben engagierte Mitarbeiter betreuen dort derzeit elf Menschen, die vom Busunternehmen Ratz in die Tagesstätte gebracht werden. „Unsere Kollegen, so nennen wir die zu betreuenden Personen, werden während ihrer Anwesenheit beschäftigt. Sie gehen praktisch zur Arbeit“, erklärt Standortleiterin Lisa Pleßnitzer.
Je nach ihren Fähigkeiten übernehmen die Assistenznehmer Aufgaben wie Abwaschen, Kühlschrankreinigen, Wäschepflege oder kreatives Gestalten. Manche dürfen auch in anderen Betrieben mithelfen, etwa Regale im Lagerhaus einräumen. „Wir suchen immer wieder Firmen, in denen unsere Kollegen Aufgaben übernehmen dürfen.“ Für ihre Arbeit erhalten sie monatlich 25 Euro Taschengeld.
Doch die Einrichtung kämpft mit großen Problemen
Seit der Eröffnung 2008 ist das Mobiliar stark in die Jahre gekommen. Besonders dringend muss die Küche erneuert werden. „Das Backrohr ist defekt, die Einrichtung ist unzumutbar“, schildert Pleßnitzer. Der Verein hat bereits Angebote von Küchenfirmen eingeholt. Die Rechnung über 10.000 Euro kann man sich jedoch nicht leisten.
Wir benötigen eine neue Küche Fitnessgeräte. So ist das Arbeiten unzumutbar.
Lisa Pleßnitzer, Standortleiterin
Die Enttäuschung ist groß. Auch Fitnessgeräte für die betreuten Menschen gehören dringend ausgetauscht. Für notwendige Erneuerungen fehlt das Geld. Der Verein ist auf Spenden angewiesen, bemüht sich um Unterstützung. Bei vielen Unternehmen blitzte man bislang jedoch ab. Dabei geht es nicht um Luxus, sondern um eine Ausstattung, die den Alltag der Menschen erleichtert und sinnvolle Beschäftigung ermöglicht.
Kärntner Sparkasse
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Auch Bürgermeister Thomas Schäfauer zeigte sich beim „Krone“-Lokalaugenschein betroffen. Gerade hatte er im Namen der Gemeinde eine Spende überreicht. „Es ist wirklich kein Zustand mehr“, betonte er. Nun hofft die Einrichtung auf weitere Unterstützer, damit die dringend nötigen Verbesserungen umgesetzt werden können.
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