Erfolgloser Kampf
Hunger hat die Welt weiterhin fest im Griff
Erfolge im Kampf gegen den Hunger gibt es kaum, teilweise ist es eher das Gegenteil: In Afrika südlich der Sahara hat sich die Lage seit 2018 verschlechtert. Das zeigen zwei Berichte vor dem Welternährungstag am 16. Oktober.
Der von der Welthungerhilfe und zwei Partnerorganisationen veröffentlichte Welthunger-Index stieg im Vergleich zu 2018 erstmals wieder an. In 32 Ländern verschlechterte sich die Hungersituation, in 20 weiteren gab es kaum Fortschritte. Der Index berücksichtigt Unterernährung sowie Mangelernährung und Sterblichkeit bei Kindern.
266 Mio. Betroffene
Laut einer Auswertung der Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger waren 2025 in 47 erfassten Ländern und Gebieten rund 266 Millionen Menschen von hoher akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Zwei Drittel davon lebten in nur zehn Ländern. Hauptursachen sind demnach bewaffnete Konflikte, die Menschen vertreiben und ihre Lebensgrundlagen zerstören. Dürren, Überschwemmungen und hohe Lebensmittelpreise verschärfen die Not.
Zugleich sank die Finanzierung humanitärer Ernährungshilfe in Krisengebieten nach Angaben der Organisation zwischen 2022 und 2025 um 59 Prozent. Dadurch müssen Hilfsprogramme eingeschränkt werden, die Krisen werden weniger gut erfasst. Die UNO-Ernährungsorganisation FAO meldete zwar einen leichten weltweiten Rückgang chronischen Hungers auf 645 Millionen Menschen im Jahr 2025. Die Zahl beruht jedoch auf einer anderen Messgröße als die Erfassung akuter Ernährungskrisen.

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