Sie hat keine Erben
Witwe verschenkt ihre Millionen-Villa am Comer See
Eine Villa mit Panoramaterrasse, Garten und Blick auf den Comer See – ein Anwesen, das mehr als 1,6 Millionen Euro wert ist. Doch statt das Haus für sich zu behalten oder zu verkaufen, hat sich eine Witwe für einen außergewöhnlichen Schritt entschieden. Ihre Beweggründe haben mit einer großen Liebe zu tun.
Loredana Spiga Venier schenkt der italienischen Gemeinde Varenna am Ostufer des Comer Sees das historische Anwesen, in dem sie mit ihrem verstorbenen Ehemann Gianmarco gelebt hat. Damit soll die Erinnerung an ihn bewahrt werden. Das berichtete die italienische Zeitung „Corriere di Lecco“.
Ein Haus für die ganze Gemeinde
Die zweistöckige Wohnanlage liegt im Ortszentrum von Varenna. Im Erdgeschoß befinden sich eine Küche, ein Essbereich, ein großes Wohnzimmer und eine Veranda mit Blick in den Garten. Im Obergeschoß gibt es drei Schlafzimmer und zwei Badezimmer. Zum Anwesen gehören außerdem ein Garten und eine große Panoramaterrasse mit Blick auf den See und die umliegenden Berge.
Auch die Möbel und Einrichtungsgegenstände überlässt die Witwe der Gemeinde. Der Wert des gesamten Anwesens wird auf mehr als 1,6 Millionen Euro geschätzt.
Schenkung hat eine Bedingung
An die Schenkung ist allerdings eine klare Bedingung geknüpft. Das Gebäude soll der Allgemeinheit zugutekommen – und zwar für die kommenden 90 Jahre. Vorgesehen ist eine Nutzung für kulturelle und touristische Aktivitäten sowie als Ort der Begegnung.
Bürgermeister Mauro Manzoni zeigte sich über die großzügige Geste erfreut. Noch nie zuvor habe ein Privatbürger der Gemeinde eine Immobilie dieser Bedeutung geschenkt, erklärte er gegenüber dem „Corriere di Lecco“. Die Auflage stelle sicher, dass der Wert des Geschenks auch langfristig erhalten bleibe.
„Es war ein ganz besonderer Ort“
Für Loredana Spiga Venier ist die Entscheidung vor allem eine persönliche. Ihr verstorbener Mann habe Varenna sehr geliebt. Da das Paar keine leiblichen Nachkommen hat, soll das Haus künftig der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.
„Alle Menschen, Verwandten, Freunde und Bekannten, die Teil unseres Lebens waren, sind durch das Haus in der Via del Prato gegangen. Es war ein ganz besonderer Ort“, wird die Witwe zitiert.
Auch die Terrasse, von der aus sich der Blick über den Ort und den See öffnet, verbindet sie mit vielen gemeinsamen Jahren. „Von der Terrasse aus haben wir jahrelang das ganze Dorf mit seinem Licht und seinen Farben, den See, die Berge eingeatmet“, schilderte sie.

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