Mi, 20. Juni 2018

80.000 geflohen

31.12.2014 13:13

Dutzende Tote nach Tropensturm auf Philippinen

Bei dem schweren Tropensturm "Jangmi" auf den Philippinen sind nach offiziellen Angaben mindestens 59 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 80.000 Einwohner mussten in den vergangenen zwei Tagen wegen der Fluten und Erdrutsche aus ihren Häusern und Wohnungen fliehen. Das gab der Katastrophenschutz am Mittwoch bekannt.

Wegen des Tropensturms "Jangmi" seien in mehreren Provinzen mehr als 86.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden, hießt es am Mittwoch. Die Regierung wies Kritik zurück, sie sei schlecht auf den Sturm vorbereitet gewesen. "Alle Katastrophenschutzmaßnahmen die notwendig waren, wurden getroffen", sagte der Chef der philippinischen Katastrophenschutzbehörde, Alexander Pama. Präsident Benigno Aquino ordnete verstärkte Hilfsmaßnahmen an.

Die Zahl der Todesopfer ist weitaus höher als bei dem stärkeren Taifun "Hagupit", der vor wenigen Wochen über den südostasiatischen Inselstaat hinwegfegte. Damals starben 18 Menschen, etwa eine Million Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Mehrere Provinzen betroffen
Betroffen waren nun mehrere Provinzen im Süden, Osten sowie in der Mitte des Landes. Allein in dem Dorf Mercedes in der Provinz Samar, 525 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila starben 19 Menschen bei einem Erdrutsch. In Rondo in der Provinz Cebu ertranken zwölf Menschen, in der Provinz Leyte wurden 16 Menschen durch Erdrutsche, Überschwemmungen oder Stromschläge getötet.

Der Sturm, der auf den Philippinen "Seniang" heißt, hat sich inzwischen abgeschwächt und soll die Inselgruppe laut Meteorologen bis Freitag verlassen.

Schwere Überflutungen auch Nachbarländern
Das Unwetter traf auch benachbarte Länder in der Region. In Malaysia sind am Dienstag knapp 250.000 Menschen gerettet worden. Starke Regenfälle haben in dem Land zu den schwersten Überschwemmungen seit etwa zehn Jahren geführt. Das Unwetter beeinträchtigt auch die Ernte von Palmöl und Kautschuk. Malaysia gilt als einer der wichtigsten Produzenten dieser beiden Naturrohstoffe.

Im Süden Thailands gab es ebenfalls schwere Überflutungen. Mehr als 1.400 Dörfer standen unter Wasser, mindestens 14 Menschen starben. Schulen und Behörden hätten geschlossen werden müssen, teilte der Katastrophenschutz mit. Für die kommenden Tage gibt es erneut Unwetterwarnungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.