Di, 25. September 2018

Für Propaganda

30.12.2014 16:08

IS veröffentlicht Interview mit gefangenem Piloten

Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) hat ein angebliches Interview mit dem vergangene Woche gefangen genommenen jordanischen Piloten veröffentlicht. In dem am Montag in der englischsprachigen IS-Propagandazeitung "Dabiq" erschienenen Text wird Muath al-Kasaesbeh mit den Worten wiedergegeben, sein Flugzeug sei von einer wärmesuchenden Rakete getroffen worden. Die USA und Jordanien hatten dies allerdings bisher bestritten.

In dem angeblichen Interview, dessen Wahrheitsgehalt nicht überprüft werden konnte, erläutert Kasaesbeh, wie die US-geführte Allianz ihre Luftangriffe gegen IS-Ziele in Syrien und im Irak koordiniert. Der Mann war am 24. Dezember in die Hände des IS gefallen, nachdem sein Kampfflugzeug vom Typ F-16 abgestürzt war.

Er habe die Aufgabe gehabt, Luftabwehrwaffen am Boden zu zerstören und den Kampfjets der Allianz Schutz zu geben, so der Pilot, der in dem Interview nicht bei seinem Namen, sondern "Murtadd", also "Abtrünniger vom Islam" genannt wird. Zu dem Text werden Fotos von ihm gezeigt.

Vater bittet um "Gnade" für seinen Sohn
Sein Vater Saif al-Kasaesbeh hatte an die Extremisten appelliert, seinen Sohn mit "Gnade" zu behandeln und ihn als "Gast" anzusehen. Das Flugzeug war das erste, das die Anti-IS-Allianz seit Beginn ihrer Angriffe im September verlor.

Das Schicksal des Piloten ist derzeit unklar, allerdings lässt eine Sequenz des Interviews durchaus vermuten, dass der Jordanier ein weiteres Opfer der blutigen Propaganda der Extremisten werden könnte. So lautet nämlich die letzte Frage des Interviews: "Weißt du, was der Islamische Staat mit dir machen wird?" Die angebliche Antwort des Piloten: "Ja, sie werden mich töten."

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