Mo, 16. Juli 2018

Erster Fall in GB

30.12.2014 14:52

Ebola: Erkrankte Helferin wird in London behandelt

Eine nach einem Hilfseinsatz in Westafrika mit dem Ebola-Virus infizierte schottische Krankenschwester ist in der Nacht auf Dienstag in ein Londoner Krankenhaus verlegt worden. Die Frau werde auf einer speziellen Ebola-Isolierstation im Royal Free Hospital behandelt, berichteten britischen Medien.

Die schottische Regierung hatte am Montag mitgeteilt, bei der Krankenschwester sei nach ihrer Rückkehr aus Sierra Leone Ebola diagnostiziert worden. Nach Behördenangaben ist ihr Zustand wenig besorgniserregend.

Die Gefahr, dass sich weitere Menschen bei der neuen Ebola-Patientin angesteckt haben könnten, schätzen die Behörden als sehr gering ein, da das Virus bereits in einem sehr frühen Stadium diagnostiziert worden sei. Außerdem habe die Frau seit ihrer Rückkehr in Glasgow nur Kontakt zu einer Person gehabt. Dennoch wollen die Behörden versuchen, alle 71 Mitreisenden der Patientin zu erreichen.

Bisher 7.842 Ebola-Tote
Bisher haben sich nach WHO-Angaben 20.081 Menschen in Guinea, Liberia und Sierra Leone in Westafrika mit dem Ebola-Virus infiziert. Es hat bisher 7.842 Todesfälle gegeben. Hinzu kamen einzelne Erkrankungen außerhalb der Region. Am schwersten betroffen ist mittlerweile Sierra Leone, danach kommen Liberia und Guinea. Die Ebola-Krankheit ist hoch ansteckend, sobald Patienten Symptome der Krankheit wie Fieber, Schmerzen, Erbrechen oder Durchfall zeigen. Übertragen wird sie durch Körperflüssigkeiten.

Die Ebola-Epidemie sucht seit einem Jahr Westafrika heim. Am 28. Dezember 2013 starb in Guinea ein Kind, das als "Fall Null" in die Medizin-Geschichte eingehen wird, als offenbar erste erkrankte Person. Erst am 10. März gaben die Gesundheitsbehörden des Landes Alarm. Hilfsorganisationen haben von Anbeginn die verspätete internationale Hilfe für die betroffenen Staaten, sie gehören zu den ärmsten Ländern der Welt, kritisiert.

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