Nebel und Schneefall wurden zwei jungen deutschen Alpinisten am Schrankogel (3497 Meter) im Tiroler Ötztal zum Verhängnis. Das Duo hatte sich am Samstag beim Abstieg verirrt. Eine Suchaktion musste in der Nacht aufgrund widriger Wetterverhältnisse abgebrochen werden. Die beiden 18-Jährigen konnten erst Sonntagfrüh stark unterkühlt gefunden werden.
Trotz schlechter Wetterprognosen hatten die beiden Deutschen aus Hannover und dem Landkreis Aichach-Friedberg am Samstag eine Bergtour auf den 3497 Meter hohen Schrankogel unternommen.
Beim Abstieg von Gipfel, am frühen Nachmittag, kamen die beiden Alpinisten aufgrund der schlechten Wetterlage – es herrschte dichter Nebel – vom markierten Steig ab und gerieten in steiles und unwegsames Gelände.
Der Einsatz eines Hubschraubers war wegen der schlechten Wetterverhältnisse nicht möglich.
Ermittler von der Alpinpolizei
Notruf am späten Nachmittag
Letztlich kam das Duo nicht mehr weiter – es traute sich weder vor noch zurück. Es gab keinen anderen Ausweg mehr, als gegen 16.30 Uhr einen Notruf abzusetzen. „Acht Einsatzkräfte der Bergrettung Gries im Sulztal sowie ein Alpinpolizist stiegen daraufhin zur Amberger Hütte auf und begannen von dort aus mit der Suche nach den beiden Bergsteigern. Der Einsatz eines Hubschraubers war wegen der schlechten Wetterverhältnisse nicht möglich“, berichtete die Polizei.
Um Mitternacht Suche abgebrochen
Doch es kam noch schlimmer: Aufgrund der völligen Dunkelheit und einsetzendem Schneefall musste die Suchaktion gegen Mitternacht erfolglos abgebrochen werden.
Duo am Morgen stark unterkühlt aufgefunden
Sonntagfrüh wurde die Suche um 7 Uhr schließlich wieder aufgenommen. Gegen 7.50 Uhr konnten die beiden Deutschen dann aufgefunden werden.
„Die Männer waren zu diesem Zeitpunkt stark unterkühlt. Sie wurden mit einem Notarzthubschrauber geborgen und zur weiteren medizinischen Versorgung in das Krankenhaus Zams geflogen“, so die Polizei.
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