So, 16. Dezember 2018

Flug QZ8501 vermisst

29.12.2014 09:48

Behörden: "Maschine wohl auf dem Meeresgrund"

Von dem seit Sonntag in Südostasien vermissten Air-Asia-Flugzeug fehlt weiterhin jede Spur. Suchmannschaften waren am Montag bei Tagesanbruch erneut mit Flugzeugen, Hubschraubern und Schiffen im Einsatz, um den Airbus A320 zu finden. "Wir gehen davon aus, dass die Maschine auf dem Meeresboden liegt", sagte der Chef der Such- und Rettungsbehörde, Bambang Sulistyo.

"Wenn das stimmt, wird es schwierig sein, sie zu lokalisieren, weil unsere Ausrüstung dafür nicht ausreicht", fügte er hinzu. Flugzeuge sind mit Datenschreibern ausgestattet, die mindestens 30 Tage lang automatische Funksignale aussenden, auch aus Meerestiefen von mehr als 4.000 Metern.

Indonesien verfüge nicht über die notwendigen Geräte, um ein Wrack im Meer zu finden und zu bergen, doch werde die Regierung andere Länder um Unterstützung bitten, hieß es. Es gebe bereits Angebote Großbritanniens, Frankreichs und der USA, sagte Soelistyo.

Ölspur im Meer wird untersucht
Ein australisches Flugzeug hatte bereits ein Signal aufgefangen, an der Stelle wude jedoch nichts gefunden. Derzeit wird gerade eine Ölspur im Meer untersucht. "Wir prüfen, ob es sich um Flugbenzin handelt", sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Montag. Die Ölspur befindet sich in dem Suchgebiet, wo die Maschine nach bisherigen Annahmen am Sonntag abgestürzt ist, etwa 100 Seemeilen vor der Insel Belitung.

Der Airbus A320-200 Flug QZ8501 war am Sonntag auf dem Weg von Surabaya im Osten der indonesischen Insel Java nach Singapur von den Radarschirmen verschwunden. An Bord der Maschine waren 162 Menschen. Vor dem Verschwinden hatte der Pilot eine Gewitterfront gemeldet und um Erlaubnis für eine Kursänderung gebeten.

Die über Nacht unterbrochene Suchaktion wurde am Montagmorgen unter Beteiligung von Flugzeugen aus Indonesien, Malaysia, Singapur und Australien fortgesetzt. Die Suche konzentriert sich auf eine Region zwischen den Inseln Sumatra und Borneo, nahe den Inseln Bangka und Belitung. Auch Südkorea wollte sich beteiligen. An Bord waren überwiegend Indonesier, aber auch drei Südkoreaner.

"Wir suchen auch an Land", sagte der Chef der Zivilluftfahrt-Behörde, Djoko Murjatmojo. "Wir können nicht ausschließen, dass die Maschine in Westkalimantan auf Borneo oder auf Bangka oder Belitung abgestürzt ist." Das Suchgebiet umfasst fast 13.000 Quadratkilometer.

Angehörige bangen auf den Flughäfen
Flug QZ8501 war am Sonntag in Surabaya in Indonesien gestartet und sollte knapp drei Stunden später in Singapur landen. Dutzende Angehörige harrten an den beiden Flughäfen aus und warteten auf Nachrichten. Air-Asia-Gründer Tony Fernandes war nach Surabaya geflogen, um die Angehörigen dort persönlich zu unterrichten. Die Billigfluggesellschaft hat seit dem kommerziellen Start 2001 keine nennenswerten technischen Probleme gehabt.

Infolge des Unglücks sackte der Aktienkurs von Air Asia am Montag deutlich ab. Zur Eröffnung der Börse in Kuala Lumpur brach der Börsenwert der malaysischen Billigfluglinie um zwölf Prozent ein, erholte sich später etwas, lag jedoch immer noch gut sieben Prozent im Minus. Ihr größter malaysischer Konkurrent, Malaysia Airlines, ist nach zwei Flugzeugunglücken dieses Jahr stark angeschlagen - auch sonst war es ein schwarzes Jahr für die zivile Luftfahrt.

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