Der Steirer Werner Heilinger ist einer der verdienten Ausgezeichneten des Tierschutzpreises von Land und „Krone“. Und steht für jene großartigen Aushängeschilder, die Geld und Herzblut für Tiere in Not opfern.
Werner Heilinger weiß heute gar nicht mehr, wann, wie oder warum die Liebe zu Tieren überhaupt angefangen hat: „Es war halt schon seit meiner Kindheit so. Und es sollte doch normal sein, dass man einem Tier hilft, wenn es Hilfe braucht.“ Ja, sollte es. Doch leider beweisen viele Fälle, dass das nicht immer so ist. Dass in die andere Richtung geschaut wird. Es an Empathie an allen Ecken und Enden fehlt.
Die Kastrationspflicht wird oft einfach ignoriert
„Es ist erbärmlich, wie viele Menschen sich immer noch über die Kastrationspflicht bei frei laufenden Katzen hinwegsetzen, Bauern wie Private“, kann es Werner Heilinger einfach nicht verstehen. „Wie viel an Leid da verhindert würde! Und wie viel an Flut von Katzen – die keiner will, die krank und halb verhungert dahinvegetieren.“
Außer der Werner findet sie. Beschützt sie. Rettet sie. Der Werner Heilinger, den viele in Anlehnung an seinen Namen den „Heiligen für Tiere“ nennen. Seit 2023 führt er (ehrenamtlich) den Verein SOS Tier Murau und Murtal – und deckt damit zwei Bezirke ab! Und das, obwohl er einen Vollzeitjob hat. Den er auch braucht – weil er alles, was er aufbringen kann, auch finanziell in den Tierschutz steckt. Von seiner „Freizeit“ gar nicht zu reden.
Da ist er, oft gemeinsam mit seiner Lebens- und Tierschutzpartnerin Christina Pirker, unterwegs. Um Katzen zu versorgen, mit Futter oder beim Tierarzt. Um mit Haltern zu reden und sie davon zu überzeugen, ihre Samtpfoten doch bitte kastrieren zu lassen. Um Streuner einzufangen. Und, und, und.
„Es hört nie auf“, sagt der Murtaler. Er wüsste schon, wie es aufhört. „Es geht nur übers Börsel. Man müsste die Kastrationspflicht viel stärker kontrollieren und tatsächlich abstrafen. Es darf nicht länger sein, dass es unbestraft bleibt, wenn man die gesetzlich vorgeschriebene Kastrationspflicht ignoriert.“
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