Der steirische Tourismus verpasst sich eine neue Fünf-Jahres-Strategie. Langfristig will man die zufriedensten Gäste Europas haben – trotz 2027 deutlich steigender Nächtigungsabgabe.
In Österreich ist man bereits an der Spitze angekommen: In Sachen Freundlichkeit und Gastlichkeit belegt die Steiermark in den einschlägigen Rankings die Spitzenposition, sagt Michael Feiertag, Chef der Steirischen Tourismusmarketing GmbH (STG), zufrieden. Die Zufriedenheit soll nun auf den ganzen Kontinent überschwappen.
Ziel: „Beliebteste Region Europas für Menschen und Betriebe“
„Das ,Grüne Herz’ soll zur beliebtesten Region Europas für Menschen und Betriebe werden“, heißt es in der Tourismusstrategie 2026 bis 2030. „Die Trauben hängen natürlich hoch“, sagt Feiertag, andere Regionen investierten viel Geld in den Kampf um den Platz an der Sonne.
Abseits der bekannt-berüchtigten Google-Bewertungen „gibt es bereits spannende KI-Module, um die Zufriedenheit zu messen“, erklärt Feiertag. So ist Digitalisierung auch einer der Schwerpunkte der Strategie, die insgesamt kein gänzlicher Neustart, sondern eine Weiterentwicklung des Plans für die zurückliegende Fünfjahresperiode ist. Diese habe durchaus erfolgreiche Ergebnisse gebracht, wie man bei der STG betont – siehe auch Grafik oben.
Mit Digitalisierung zu mehr Wahrnehmung im Ausland
Die steirischen Angebote will man verstärkt in KI-gestützten Such- und Informationssystemen auffindbar machen, für kommendes Jahr ist ein eigener KI-Assistent geplant. Bezüglich der Herkunft der Gäste will man noch internationaler werden, nachdem man Österreich-intern bereits seit geraumer Zeit Nummer-eins-Bundesland ist. Der Anteil der ausländischen Nächtigungen soll von derzeit knapp 45 Prozent steigen, die Angel wirft man in Nachbar- und Fast-Nachbarländern wie Slowenien und Kroatien ebenso aus wie in den Fern-Märkten China und USA.
Ortstaxe steigt stark: „Wir kommen in der Mitte an“
Dass die im Landesbudget geplante starke Erhöhung der Nächtigungsabgabe den Plänen einen Strich durch die Rechnung machen könnte, glaubt Feiertag nicht. Mit der Steigerung von 2,80 auf 4,90 Euro in Hotels „kommen wir im Österreich-Vergleich in der Mitte an“, mit einer Änderung im Urlaubsverhalten rechnet er nicht. Schließlich erhöhe Wien die Ortstaxe demnächst auf satte acht Prozent, „und die Gästezahlen steigen trotzdem weiter“.
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