Standort gesichert

15 Millionen investiert und Frau als Werksleiterin

Niederösterreich
05.10.2026 15:00
Porträt von Niederösterreich-Krone
Porträt von René Denk
Von Niederösterreich-Krone und René Denk

Das Unternehmen TE Connectivity investierte 15 Millionen Euro in Zukunftstechnologien und erhält mit Katharina Stangl erstmals eine Frau als Werksleiterin am Waldviertler Standort.

Nach einigen Hiobsbotschaften für die Industrie, die sich derzeit in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage befindet, gibt es auch Lichtblicke, wie bei TE Connectivity in Dimling im Waldviertel. Gerade im Bezirk Waidhofen an der Thaya, wo vor Kurzem der Karlsteiner Autoteilezulieferer Pollmann in schwere finanzielle Schieflage gekommen ist, feiert der Relaishersteller TE Connectivity die Fertigstellung einer 15-Millionen-Euro-Investition.

140 Millionen Relais im Jahr durch neue Fertigungsstraße
Dank der in der hausinternen Automatisierungsabteilung gebauten Fertigungsanlage verfügt das Unternehmen künftig über eine Produktionskapazität im Gesamtausmaß von 140 Millionen Relais pro Jahr. Auf der neuen Fertigungsstraße können zwei Relais pro Sekunde hergestellt werden.15 Millionen Euro wurden dafür investiert. Das Besondere dabei: Unterschiedliche Relaisfamilien können auf ein und derselben Produktionslinie gefertigt werden. Verwendet werden die elektronischen Bauteile unter anderem in Haushaltsgeräten, wie Waschmaschinen, Geschirrspülern, Trocknern und Wärmepumpen.

Mit ihren Produkten steht TE am globalen Markt in direktem Wettbewerb mit Konzernen aus China. Daher sei Konkurrenzfähigkeit besonders wichtig, heißt es von TE. In den letzten zehn Jahren wurden am Standort rund 77 Millionen Euro investiert, was eine gute Etablierung im Gesamtkonzern zeige. TE hat seinen Hauptsitz in Irland und den USA.

Katharina Stangl ist neue Werksleiterin
Als neue Werksleiterin wurde den 470 Mitarbeitern nun Katharina Stangl präsentiert. Sie ist die erste Frau in dieser Position am Waidhofner Werk, absolvierte die HTL St. Pölten und kam bereits durch Ferialpraktika in Kontakt mit dem Unternehmen. Sie lebt in der Region, ist verheiratet, hat einen Sohn und engagiert sich mit ihrer gesamten Familie bei der Feuerwehr.

Übrigens: Das Stammwerk in Waidhofen mit der einstigen Firma Schrack stellte bereits in frühen Jahren die ersten modernen Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) her, die in jedem Haushalt verbaut sind.

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