Extreme Knappheit

Feuerwehr muss Wasser aus den Nachbarorten holen

Oberösterreich
03.10.2026 09:00

In Zwettl an der Rodl kämpft die private Wassergenossenschaft weiter mit der Trinkwasserknappheit. Seit dieser Woche wird in der Nacht der Hahn zugedreht. Auch die Einsatzkräfte helfen beim Befüllen der Behälter mit. 

Alle Appelle zum Wassersparen halfen nichts. Seit Wochenbeginn muss in Zwettl an der Rodl von 22 bis 1 Uhr die Wasserleitung des Hochbehälters der privaten Wassergenossenschaft abgedreht werden. In rund 60 Prozent der Haushalte fließt dann kein Wasser mehr. Dennoch reicht auch diese Maßnahme nicht aus, um die Reserven aufzubauen. Der tägliche Verbrauch liegt noch immer 20.000 Liter über dem Zufluss aus den Quellen. Zu Hilfe eilen nun die Feuerwehren Zwettl an der Rodl und Bad Leonfelden. Die Kameraden tankten in den Nachbarorten rund 82.000 Liter Wasser und befüllten damit den Hochbehälter.

Puffer vorhanden
„Die zusätzlichen Mengen zeigen bereits Wirkung. Mittlerweile ist ein kleiner Puffer vorhanden. Erfreulich ist, dass auch der Wasserverbrauch zurückgeht. Jeder Liter, der eingespart wird, hilft“, erklärt Kommandant Andreas Ganglberger. Insgesamt legten die Florianijünger bei den Wassertransporten rund 270 Kilometer zurück.

Ein Ende der Notabschaltungen ist nicht absehbar. Bürgermeister Roland Maureder (VP): „Kurzfristig kann nur Regen wirklich helfen. Langfristig wird man über die Erschließung zusätzlicher Quellen reden müssen.“

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