Paukenschlag bei dem Bauer im Tiroler Achenkirch (Bezirk Schwaz), der vor einer Woche von seinem Stier angegriffen und verletzt wurde: Jetzt rückten Veterinäramt und Cobra wegen des Verdachts schlechter Tierhaltung an.
Am Samstag vor einer Woche ist der 44-Jährige von seinem Stier in die Luft geschleudert worden, als er das Tier auf der Weide beim Hof von der Herde trennen wollte. Auch die Cousine des Landwirts, die helfen wollte, erlitt Verletzungen. Der Bauer lehnte damals eine weitergehende medizinische Versorgung ab – soweit die spektakuläre Vorgeschichte.
Am Donnerstag dieser Woche kam es dann jedoch zum völlig unerwarteten „Showdown“: Wie Augenzeugen beobachtet haben, stattete eine Heerschar von Behördenvertretern und sogar das Einsatzkommando Cobra der Polizei dem Bauern auf dessen Hof unerwarteten Besuch ab.
Der Stier wurde von der Cobra hinter dem Hof erschossen. Die Weide zur Gemeindestraße hin ist nur durch ein Band gesichert. Das reicht nicht.

Karl Moser, Bürgermeister Achenkirch
Bild: ZOOM Tirol
Der Achenkircher Bürgermeister Karl Moser bestätigte den Einsatz im Gespräch mit der „Krone“. Ziel der Aktion war es, die Tierhaltung des Landwirts zu kontrollieren. So rückten Beamte der Veterinärabteilung der Bezirkshauptmannschaft Schwaz und der Gemeinde sowie ein Tierarzt an, um die Situation genau unter die Lupe zu nehmen. Es war von schwerwiegenden Mängeln berichtet worden. Und die Kontrolleure wurden tatsächlich „fündig“.
Mängel bei Tierhaltung
„Die zuständige Behörde hat dem Bauern daraufhin wegen Mängel in der Haltung einige Kühe abgenommen“, schildert BM Moser. Die hat man dann auch gleich mit Lkw abtransportiert.
Mit dem Stier, der den Bauer vor einer Woche angriff, war aber offenbar nicht gut Kirschen essen. Die Cobra musste das bedauernswerte Tier schließlich sogar hinter dem Hof erschießen.
Weide nicht ausreichend gesichert
Der Landwirt befindet sich nach „Krone“-Informationen in einem Dauerstreit mit der Gemeinde. Dabei soll es um den Weidezaun zur Gemeindestraße hin gehen. Auf Strafen habe der Mann nicht reagiert. „Die Weide ist nur mit einem Band gesichert, diese Situation stellt eine Gefahr dar“, erklärt Bürgermeister Karl Moser.
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