Seit den frühen Morgenstunden ist es traurige Gewissheit, dass nach dem verheerenden Hauseinsturz in der Wiener Innenstadt auch ein Todesopfer zu beklagen ist. Bei der Bewohnerin, nach der fieberhaft gesucht worden war, handelt es sich um die renommierte Wissenschafterin und langjährige evangelische Funktionärin Inge Troch.
Die emeritierte Universitätsprofessorin, die 85 Jahre alt wurde, galt als Pionierin auf dem Gebiet der Regelungstechnik und -mathematik und war auch international anerkannt.
„Werden sie unendlich vermissen“
Große Trauer herrscht auch in der Evangelischen Kirche. Troch engagierte sich jahrzehntelang in der Lutherischen Stadtkirche und war von 2006 bis 2018 Superintendentialkuratorin der Evangelischen Superintendentur A.B. Wien.
„Wir werden sie unendlich vermissen“, heißt es in einer Mitteilung der evangelischen Kirche in Wien. Wegbegleiter erinnern an die „feinsinnige Art“, die Hilfsbereitschaft und den tiefen Glauben Inge Trochs.
Fieberhafte Suche nach der Verschütteten
Seit klar geworden war, dass sich die 85-Jährige weder unter den geretteten Bewohnern noch an ihrem Nebenwohnsitz in Tulln befand, hatten Einsatzkräfte fieberhaft nach ihr gesucht. Eine Handyortung ergab, dass Troch unter den Trümmern begraben worden sein könnte – was sich schließlich traurigerweise bewahrheitete.
Polizeihunde grenzten ihren möglichen Aufenthaltsort in dem schwer beschädigten und weiterhin einsturzgefährdeten Gebäude ein. Unter enorm schwierigen Bedingungen arbeiteten sich die Einsatzkräfte durch die Trümmer. Gegen Mitternacht dann die traurige Entdeckung: Die Vermisste wurde tot gefunden.
Ermittlungen dauern an
Die genaue Ursache des Einsturzes ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. In dem Gebäude waren Bauarbeiten durchgeführt worden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung.
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