Nations-League-Ticker

Ab 20.45 Uhr: DFB-Team, Portugal und Co. gefordert

Fußball International
01.10.2026 04:48
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Dritter Spieltag in der Nations League. Mit dem sportkrone.at-Konferenzticker sind Sie ab 20.45 Uhr bei sieben Spielen live dabei – siehe unten.

Hier der Konferenzticker:

Ein 1:1-Remis in den Niederlanden, eine 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland: Jürgen Klopp hat einen Stolperstart als deutscher Fußball-Bundestrainer hingelegt. Nun droht dem Star-Coach im Nations-League-Heimspiel gegen Serbien in München sogar ein Negativrekord. Denn sollte der DFB-Auswahl erneut kein Sieg gelingen, wäre Klopp der erste deutsche Teamchef, der in seinen ersten drei Spielen mit der Nationalmannschaft sieglos bleibt.

Deutschlands Bundestrainer Jürgen Klopp
Deutschlands Bundestrainer Jürgen Klopp(Bild: EPA/KOEN VAN WEEL)

Die Startstatistik tangiert Klopp aber wenig. „Lieber ein schlechter Start als ein schlechtes Ende“, sagte der 59-Jährige, der in seinem dritten Länderspiel bereits auf eine Wende hofft. Seit vier Spielen wartet Deutschland auf einen Sieg, die ohnehin schon geschundene deutsche Fußball-Seele sehnt sich nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay wieder nach erfolgreicheren Zeiten. „Wir sind keine Topmannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen“, urteilte Ex-Kicker Bastian Schweinsteiger, der nun als TV-Experte arbeitet.

Klopp testet neue Spieler
Es gebe keinen Grund, in eine Depression zu verfallen, entgegnete Klopp nach seinem missglückten Heimdebüt. „Es gab einige Erkenntnisse, die ich nicht haben wollte. Gekriegt habe ich sie trotzdem.“ Beim „Wiesn-Spiel“ in München, wo derzeit das Oktoberfest stattfindet, werden Klopp diese Erkenntnisse wohl aber nur wenig bringen. Denn gegen Serbien und im Rückspiel gegen Griechenland am Sonntag kommt der zweite Teil seines XXL-Aufgebotes zum Einsatz. Nur sechs Spieler durften bleiben, Kapitän Joshua Kimmich musste wie viele andere abreisen.

Der ehemalige Liverpool- und Dortmund-Trainer hatte zwei verschiedene Aufgebote für die ersten vier Nations-League-Begegnungen nominiert. Nun sollen es 25 Profis um Serge Gnabry, Florian Wirtz und Nick Woltemade richten. Neun von den Einberufenen, darunter Tormann-Debütant Jonas Urbig, haben noch keinen Länderspieleinsatz und sollen sich für weitere Aufgaben empfehlen. 

Keine Rolle kann Nico Schlotterbeck spielen. Der Dortmund-Kapitän knickte bei Zick-Zack-Läufen im Mittwoch-Training um und erlitt eine Außenbandverletzung im rechten Knöchel. Während der WM war der Verteidiger wegen einer Verletzung am linken Knöchel ausgefallen, samt monatelanger Pause. Bereits zuvor hatten sich Jamal Musiala und Kai Havertz im Kreise des DFB-Teams verletzt. Gegen die in der Nations League punktlosen Serben, die ihre ersten beiden Begegnungen gegen Griechenland und die Niederlande mit 1:2 verloren haben, sind die Deutschen trotzdem in der Favoritenrolle.

Ronaldo verließ Portugals Teamquartier
Bei den Portugiesen, die am Donnerstag (20.45 Uhr) in Kopenhagen gegen Dänemark auf den dritten Sieg im dritten Spiel der Gruppe A4 hoffen, dominiert Cristiano Ronaldo die Schlagzeilen. Der Superstar reiste am Mittwoch nach einigen turbulenten Stunden in Kopenhagen vom Nationalteam ab. „Im Anschluss an die Pressekonferenz des Teamchefs und nach einem Gespräch mit dem Präsidenten des portugiesischen Fußballverbands habe ich beschlossen, das Trainingslager der Nationalmannschaft zu verlassen“, schrieb Ronaldo auf Instagram und fügte hinzu, dass er den portugiesischen Fans zu gegebener Zeit „die Wahrheit über die Gründe für meinen Abgang“ mitteilen werde.

Dicke Luft zwischen Cristiano Ronaldo und Jorge Jesus?
Dicke Luft zwischen Cristiano Ronaldo und Jorge Jesus?(Bild: EPA/JOSE SENA GOULAO)

  Berichten zufolge soll es zu einem Streit mit Jorge Jesus gekommen sein. Der hatte den 41-Jährigen beim 2:1-Auswärtssieg der „Selecao“ am Sonntag in Norwegen nicht eingesetzt. Ronaldo saß 90 Minuten auf der Bank und verabschiedete sich danach nicht mit seinen Teamkollegen von den mitgereisten Fans. Jesus soll Ronaldo vor dem Spiel mitgeteilt haben, ihn in der zweiten Hälfte für etwa 30 Minuten einzuwechseln. Angesichts der knappen Führung hatte sich der Coach aber gegen einen Einsatz des Al-Nassr-Stürmers entschieden.

Für Ronaldo ein seltenes Ereignis, erstmals seit 18 Jahren saß er bei der Nationalmannschaft in einem Pflichtspiel über die komplette Spielzeit auf der Bank. Der Nationalheld hatte in den Tagen nach der Partie nicht am Mannschaftstraining teilgenommen und individuelle Fitnesseinheiten absolviert.

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