Gesund in den Monat

Verarbeitetes Fleisch nur in Maßen essen

Salzburg
01.10.2026 13:30
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Dr. Friedrich Hoppichler, ärztlicher Leiter im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg, gibt Tipps für einen gesunden Start in den neuen Monat: Weniger ist mehr – regelmäßiger Konsum von verarbeitetem Fleisch erhöht das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, deutlich.

Frisches Fleisch wird meist nur geringfügig verarbeitet, während bei Wurst, Schinken oder Speck zusätzliche Verfahren wie Pökeln, Räuchern oder Salzen zum Einsatz kommen. Und genau dieser Unterschied spielt auch für die Gesundheit eine wichtige Rolle.

Schon 2015 stufte die „International Agency for Research on Cancer“ – eine Unterorganisation der Weltgesundheitsorganisation – verarbeitetes Fleisch als krebserregend für Menschen ein. Besonders gut belegt war bereits damals der Zusammenhang mit Darmkrebs. Eine neue große europäische Studie liefert nun zusätzliche Hinweise für zwei weitere Krebsarten, die mit dem Konsum von verarbeitetem Fleisch assoziiert sind. Hierfür wurden Daten von mehr als 450.000 Menschen ausgewertet, die über rund 14 Jahre beobachtet worden waren. Das Ergebnis: Ein höherer Verzehr von verarbeiteten Fleischprodukten stand im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Magenkrebs, insbesondere für Magenkrebs vom intestinalen Typ, sowie für Adenokarzinome der Speiseröhre. Das bedeutet im Detail: mit jeweils zusätzlichen 30 Gramm verarbeitetem Fleisch pro Tag war das Risiko an Magenkrebs zu erkranken um neun Prozent und für ein Adenokarzinom der Speiseröhre gleich um 13 Prozent höher.

Die neuen Ergebnisse passen zu den aktuellen Ernährungsempfehlungen: Verarbeitetes Fleisch sollte nur in Maßen konsumiert werden. Auch wenn das persönliche Risiko neben der verzehrten Menge auch von vielen weiteren Faktoren wie dem übrigen Lebensstil, der Ernährung und individuellen Voraussetzungen abhängt, spricht die Studienlage dafür, Wurst, Speck und andere stark verarbeitete Fleischprodukte nicht täglich zu essen. Deutlich gesünder ist hingegen eine abwechslungsreiche Ernährung mit möglichst vielen frischen und pflanzlichen Lebensmitteln.

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