Gesund in den Monat

Krebsrisiko: Körperfett stärker im Blick

Salzburg
01.09.2026 11:00
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Dr. Friedrich Hoppichler, ärztlicher Leiter im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg, gibt Tipps für einen gesunden Start in den neuen Monat: Eine Studie rückt den Fettanteil an Bauch, Hüfte und Taille in den Fokus –  zehn Prozent aller Krebsfälle durch Übergewicht verursacht. 

Dass starkes Übergewicht das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen erhöhen kann, ist bekannt. Eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Krebsforschungszentrums zeigt nun: Der Einfluss von überschüssigem Körperfett könnte bislang deutlich unterschätzt worden sein.

Ein Grund könnte der häufig verwendete Body-Mass-Index, kurz BMI, sein. Er setzt Körpergewicht und Körpergröße miteinander in Beziehung, sagt aber wenig darüber aus, wie viel Körperfett ein Mensch tatsächlich hat und wo dieses gespeichert ist.

Aussagekräftiger als alleine der BMI
Gerade Fett im Bauchraum – das sogenannte viszerale Fett – ist stoffwechselaktiv und kann unter anderem entzündliche Prozesse fördern. Deshalb berücksichtigten die Forschenden zusätzlich auch den Bauchumfang und das Verhältnis von Taille zu Hüfte als Maß für den Körperfettanteil. Diese Maße erwiesen sich als aussagekräftiger für den Zusammenhang von Übergewicht und Krebsrisiko als der BMI.

Dabei zeigte sich: der geschätzte Anteil der durch Übergewicht verursachten Krebsfälle liegt nicht, wie bislang angenommen, bei rund 5,5 Prozent, sondern bei bis zu 11,5 Prozent aller Krebsfälle. Das bedeutet nicht, dass Übergewicht automatisch zu Krebs führt. Krebs entsteht durch Zusammenspiel vieler Faktoren, von denen sich manche nicht beeinflussen lassen.

Die Ergebnisse zeigen aber, dass gesundes Körpergewicht und normaler Körperfettanteil nicht nur für Herz, Kreislauf und Stoffwechsel von Bedeutung sind. In der Krebsprävention könnte dies eine noch wichtigere Rolle spielen als angenommen. Einen einfachen Hinweis auf die Fettverteilung liefert der Bauchumfang. Ab einem Bauchumfang von 94 cm für Männer und 80 cm für Frauen gilt das gesundheitliche Risiko als erhöht.

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