Seit fünf Jahren bietet der Verein Neustart in Niederösterreich eine Beratungsstelle für Gewaltprävention an. Mehr als 10.800 Personen wurden bisher schon betreut.
Gewalt stoppen, bevor sie weiter eskaliert! Dieser Aufgabe hat sich der Verein Neustart im Rahmen der Gewaltpräventionsberatung seit mittlerweile fünf Jahren zum Ziel gesetzt. Zentraler Bestandteil ist dabei die opferschutzorientierte Täterarbeit in enger Zusammenarbeit mit Polizei, Gewaltschutzeinrichtungen wie dem Gewaltschutzzentrum, Frauenhäusern, Männerberatungen und der Justiz. Seit 1. September 2021 wurden niederösterreichweit mehr als 10.800 Personen mit rund 64.800 Beratungsstunden betreut.
Zum fünfjährigen Bestehen der Beratungsstelle zieht Alexander Grohs, Leiter des Vereins Neustart, Bilanz. Denn die Entwicklung der vergangenen Jahre habe vor allem eines deutlich gezeigt: Bei Gewaltprävention müsse möglichst früh angesetzt werden.
Wir übernehmen nach dem Gewaltstopp die gefährdende Person in der Beratung, achten auf Risiko und arbeiten daran, dass es künftig nicht mehr zu Gewalt kommt.
Alexander Grohs, Verein Neustart
Verhaltensänderung als unmittelbares Ziel
„Ein Betretungs- und Annäherungsverbot ist eine wichtige Sofortmaßnahme zum Gewaltstopp. Aber es beendet zunächst nur eine konkrete Situation, es verändert noch kein Gewaltverhalten“, so Grohs. Genau hier setzt der Verein Neustart an: Dabei werde an Konfliktmustern, Stressbewältigung, gewaltfreien Handlungsstrategien und der Reflexion der eigenen Tat sowie ihren Folgen und Auswirkungen, gearbeitet. „Die Motivation zur Verhaltensänderung ist hier unser unmittelbares Ziel“, betont Grohs.
Doch Gewalt wie auch Drohungen oder Bloßstellungen finden heute auch im Smartphone, in Chats, auf Social Media und in digitalen Beziehungen statt. Prävention müsse daher auch schon im Kindesalter ansetzen.
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