Es sind bewegende Worte, die Matthias Jaissle nun öffentlich macht. Der 38-jährige Trainer von Newcastle United und ehemalige Coach von Red Bull Salzburg offenbarte, dass er bereits im Alter von fünf Jahren an einem Tumor erkrankt war.
„Ich hatte im Alter von fünf Jahren einen Tumor im Hals. Ich konnte meinen Hals nicht hin und her bewegen. Das war eine Zeit, in der ich bereits viel über das Leben gelernt habe, wie wichtig es ist, gesund zu sein, und wie dankbar man sein kann, gesund zu sein und seinen Traum zu verwirklichen“, sagt Jaissle in einer Medienrunde in England. „Es war nicht klar, ob ich als Kind überhaupt noch Fußball spielen könnte.“
Doch Jaissle kämpfte sich zurück. Mit 14 Jahren wechselte er 2003 in die Jugend des VfB Stuttgart, vier Jahre später ging es weiter nach Hoffenheim. 2008 stieg er mit der TSG in die Bundesliga auf, 2009 absolvierte er ein Länderspiel für Deutschlands U21.
„Nach vier Monaten saß ich immer noch im Rollstuhl“
Dann folgte der nächste schwere Rückschlag. Ein Kreuzbandriss bremste Jaissle aus – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als sich seine Karriere stark entwickelte. „Es war hart. Ich war gerade erst in die deutsche U21-Nationalmannschaft berufen worden und sollte nun zum ersten Mal in die A-Nationalmannschaft berufen werden. Das wäre der nächste Schritt gewesen. Wir hätten in diesem Sommer an der U21-Europameisterschaft teilgenommen, und im März desselben Jahres habe ich mir das Kreuzband gerissen.“
Dazu kamen später ein Meniskuseinriss und Probleme mit der Achillessehne. Jaissle erinnert sich: „Es war eine schwere Zeit. Ich war damals wirklich am Boden zerstört. Ich hörte die Geschichten, dass ich in vier Monaten wieder fit sein könnte und ich glaubte das voll und ganz. Nach vier Monaten saß ich immer noch im Rollstuhl.“
Seit Sommer bei Newcastle United in der Premier League
2014 beendete er schließlich früh seine aktive Karriere und wechselte ins Trainergeschäft. Mit Salzburg gewann Jaissle zweimal die österreichische Meisterschaft und einmal den Pokal. Seit diesem Sommer steht er bei Newcastle United in der Premier League an der Seitenlinie.
Seine Rückschläge haben ihn bis heute geprägt: „Der Glaube, dass man jedes Hindernis überwinden kann. Jeder Rückschlag hat auch eine positive Seite. Wenn man diese Herausforderungen also meistert, wird man in der Regel stärker und widerstandsfähiger.“
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