Mit einem stark verjüngten Titelverteidiger und einem neuen Erstligisten startet die Austrian Volley League Women am Freitag in die Saison 2026/27. Meister Sokol/Post nimmt nach dem 53. Titel auch heuer wieder Platz 1 ins Visier. Zum engeren Kreis der Herausfordererinnen zählen vor allem Vorjahres-Finalist UVC Graz und die Cup-Sieger Steelvolleys aus Linz. Die „Neulinge“ SU Inzingvolley/VC streben beim Debüt zunächst danach, sich in der höchsten Spielklasse zu etablieren.
Den Auftakt bestreiten die Erzbergmadln aus Trofaiach/Eisenerz gegen die Wildcats aus Klagenfurt. „Bei den Damen glaube ich, dass es eine obere und untere Hälfte gibt in der Liga, aber auch hier bin ich bereit für Überraschungen“, sagte ÖVV-Präsident Gernot Leitner beim AVL Media Day am Donnerstag.
Für eine solche möchte die Tiroler Spielgemeinschaft sorgen. Das erklärte Hauptziel ist zunächst der Klassenerhalt, dennoch traut sie sich auch gegen stärkere Gegnerinnen einiges zu: „Vor allem in der Defense werden wir ziemlich frech sein und dem Gegner Arbeit bereiten“, sagte Mittelblockerin Angelina Gstach.
Spitzenteams mit Selbstvertrauen
Bei den Rekordmeisterinnen bleibt der Anspruch trotz prominenter Abgänge wie jener der Nationalteamspielerinnen Aida Korman-Mehic, Eva Stabentheiner und Lina Hinteregger hoch. „Wir wollen den Staatsmeistertitel wiederholen und natürlich auch den Cup und Supercup gewinnen“, sagte Sokol-Mittelblockerin Tijana Knežević. Graz peilt nach dem Final-Einzug erneut das Finale an, Linz unter neuem Trainer Radek Krpač eine Fortsetzung der erfolgreichen vergangenen Saison mit dem Cup-Sieg.
Auf Kontinuität setzt hingegen das Team aus Trofaiach/Eisenerz, das einen Großteil des Kaders zusammenhielt und nach Rang 3 weiter nach oben will. „Vor zwei Jahren waren wir Fünfte, letztes Jahr Dritte. Ich bin nicht die Beste in Mathe, aber dann folgt der erste Platz“, sagte Mittelblockerin Carina Goldberger lachend.
Neu sind zudem mehrere Regelanpassungen: Geführte Angriffe, sogenannte „Power Tips“, sind nicht mehr erlaubt. Die Seiten werden künftig nur noch nach dem zweiten Satz gewechselt.
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