Die alte Bergstation der Hössbahn in Hinterstoder hätte seit 2023 dem Erdboden gleich gemacht werden müssen. Laut einer Anfragebeantwortung scheitert die Behördenüberprüfung, weil die Amtssachverständige in Karenz ging. Jetzt gibt es Nachspiel im Landtag.
Warum steht trotz ausgestellten Bescheids des Landes noch immer die alte Bergstation der Hössbahn in Hinterstoder? Auf diese Frage forderte der Landtagsklub der Grünen Antworten vom für den Naturschutz verantwortlichen LH-Vize Manfred Haimbuchner (FP).
Für uns stellen sich nach der Beantwortung unserer Anfrage zur Hössbahn noch mehr Fragen. Wir haken im Landtag nach.
Dagmar Engl, Grüne OÖ
Die Antwort verblüffte die Antragsteller Dagmar Engl und Rudi Hemetsberger: „Die Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf hat mitgeteilt, dass eine Kontrolle durch die Amtssachverständige für Natur- und Landschaftsschutz vor Antritt ihrer Karenz nicht mehr durchgeführt werden konnte. Eine Kontrolle durch den neuen Amtssachverständigen wurde bereits geplant und wird ehest möglich erfolgen.“
Weitere Unklarheiten
Engl schüttelt den Kopf: „Der Bescheid wurde im Juni 2022 ausgestellt!“ Ebenfalls kurios ist Haimbuchners Antwort auf die Frage nach der Inbetriebnahme der neuen Hössbahn: Der genaue Zeitpunkt gehe nicht aus den Akten hervor.
Thema im Landtag
Die „Krone“ recherchierte: Die Inbetriebnahme der Hössbahn fand zu Weihnachten 2022 statt. Die Fertigstellungsmeldung betreffend den naturschutzrechtlichen Bescheid erfolgte laut Haimbuchner am 25. Jänner 2024. Engl will der Sache nun näher auf den Grund gehen. Morgen, Donnerstag, werden die grünen Abgeordneten im Landtag bei Haimbuchner nachhaken.
Kritik vom Umweltanwalt
Auch Umweltanwalt Martin Donat verliert zunehmend die Geduld: „Eigentlich hätte mit der Umweltanwaltschaft ein Nachnutzungskonzept abgestimmt werden müssen. Stattdessen tauchten dann Hotelpläne auf. Die Gemeinde befasste sich mit einem Neuplanungsgebiet. Wir brauchen auf der Höss aber ganz bestimmt keine weitere Hotelruine.“
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