Sa, 20. Oktober 2018

Es wird mehr gespart

16.12.2014 09:36

Kaufkraft steigt, Handel profitiert aber kaum

Obwohl die Pro-Kopf-Kaufkraft in Österreich im Jahr 2014 auf 20.389 Euro gestiegen ist und damit erstmals die 20.000-Euro-Marke überschritten hat, profitiert der Einzelhandel kaum davon. Je reicher die Menschen werden, desto mehr geben sie prozentuell fürs Wohnen, Pensionsvorsorge, Bildung oder Reisen und Freizeit aus, wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht.

Rund 30 Prozent der verfügbaren Kaufkraft gibt ein Österreicher im Durchschnitt für Einzelhandelsprodukte aus - dieser Anteil lag vor rund zehn Jahren noch bei etwa 40 Prozent. "Das Mehr an Geld wird entweder angespart oder für höhere Fixkosten oder Leistungen ausgegeben, die uns sinnvoller erscheinen, so zum Beispiel für Bildungs- und Erholungsangebote", sagte der Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens RegioData Research, Wolfgang Richter.

Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Kaufkraft der Österreicher bis Jahresende 2014 um 2,1 Prozent steigen. Das ergibt inflationsbereinigt ein leichtes Plus von 0,3 Prozent, berichtet RegioData Research am Dienstag weiter.

Kaufkraft als regionaler Faktor
Dabei versteht man unter Kaufkraft alle in einem Jahr für Konsum zur Verfügung stehenden Geldmittel - also vor allem für Ernährung, Wohnen, Energie, Einrichtung, Kleidung, Körperpflege, Gesundheit oder Verkehr. Gemeint ist jedoch nicht der Wohlstand einzelner Personen, sondern die Kaufkraft wird hier als nationaler oder regionaler Wohlstandsindikator verwendet, um ein Land oder eine Region einschätzen zu können.

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