Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist der umgebaute Bahnhof Wolfurt offiziell in Betrieb genommen worden. Für insgesamt 49,5 Millionen Euro haben ÖBB, Land Vorarlberg und die Marktgemeinde die Haltestelle umfassend saniert und zu einem barrierefreien Umsteigeknoten ausgebaut.
Im Zuge der Sanierung wurden die Bahnsteige auf 220 Meter verlängert und auf 55 Zentimeter angehoben, sodass längere Züge halten bzw. Fahrgäste stufenlos in die Züge ein- und aussteigen können. Zudem gibt es drei neue Aufzüge, taktile Leitsysteme (Orientierungshilfen am Boden, die speziell für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelt wurden) und eine verbreiterte Unterführung. Auch die Radler kommen auf ihre Kosten: Neben vergrößerten Bahnsteigdächern mit Photovoltaikanlagen bietet das Areal nun auch 244 Fahrradstellplätze, davon 68 in versperrbaren Boxen.
Wie aus dem „Unort“ ein schöner Ort wurde
Des Weiteren gibt es Stellplätze für Motorräder und 16 Autos. Die Personenunterführung wurde zudem mit der 80 Quadratmeter großen Glasinstallation „Was uns bewegt“ gestaltet, in die 118 Beiträge der Bevölkerung eingeflossen sind. Zufrieden mit den Sanierungsarbeiten ist Wolfurts Bürgermeisterin Angelika Moosbrugger: „Aus einem Ort, der lange als Unort wahrgenommen wurde, ist damit ein besonderer Ort geworden“, meinte sie bei der Eröffnung am Dienstag.
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