Der eigentlich erfolgsverwöhnte Vorarlberger Käsehersteller Rupp hatte im Geschäftsjahr 2025 mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Ergebnis vor Steuern sank gegenüber 2024 von 24,4 auf 11,6 Millionen Euro, der Jahresüberschuss brach um mehr als die Hälfte von 18,1 auf 8,0 Millionen Euro ein.
Letztlich waren es vor allem die volatilen Rohwarenmärkte, die dem Traditionsunternehmen zu schaffen machten. Die Einkaufspreise für Käse, Butter und weitere Rohstoffe unterliegen seit mehreren Jahren erheblichen Preisschwankungen. Im Vorjahr war das in besonderem Ausmaß der Fall. Laut Rupp sei 2025 zunächst von steigenden Milch- und Rohstoffpreisen geprägt gewesen, eine rückläufige Milchproduktion innerhalb der EU habe insbesondere im ersten Halbjahr zu eingeschränkten Verfügbarkeiten geführt, was sich über die gesamte Wertschöpfungskette bemerkbar machte. Gegen Ende des Sommers drehte sich das Bild, auf den internationalen Milch- und Käsemärkten gab es einen signifikanten Preisrückgang zu verzeichnen. Dadurch sei laut dem Käseriesen eine Negativspirale in Gang gesetzt worden: Der Wettbewerbs- und Preisdruck wurde immer größer, im Gegenzug schrumpften Absatzpreise und Margen.
Keine Entspannung in Sicht
Auch für das laufende Geschäftsjahr rechnet Rupp mit einem herausfordernden Marktumfeld, verhaltener Nachfrage auf relevanten Absatzmärkten und anhaltendem Druck auf die Margen. Geopolitische Spannungen und die damit einhergehenden Unsicherheiten würden das internationale Exportgeschäft (Anm.: Rupp-Produkte sind in rund 60 Ländern vertreten) zusätzlich erschweren. Zudem geht man davon aus, dass Beschaffungs-, Energie- und Logistikkosten auf hohem Niveau verharren werden. Angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen will das Unternehmen mit Effizienz- und Kostenoptimierungen gegensteuern.
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