Der Igel steht auf der Roten Liste. Tag für Tag gehen natürliche Lebensräume verloren – durch Versiegelung, Zäune, Mauern und aufgeräumte Gärten.
Für Igel sind durchgängige Wege überlebenswichtig. Sie durchstreifen nachts mehrere Gärten auf der Suche nach Nahrung, Unterschlupf und Partnern. Fehlen Durchgänge, bleiben nur gefährliche Umwege über Straßen. Jährlich werden Tausende Wirbeltiere auf Österreichs Straßen überfahren.
Mähroboter als tödliche Gefahr
Eine weitere Gefahr: Mähroboter, die vor allem im Sommer allerorts auf Hochtouren laufen. Die automatischen Geräte verletzen und töten jedes Jahr zahlreiche Wildtiere – insbesondere Igel, Amphibien und andere nachtaktive Kleintiere.
Vor allem Igel geraten immer wieder unter die Messer der Geräte. Anders als viele andere Tiere fliehen sie bei Gefahr nicht, sondern rollen sich schutzlos zusammen – ein Verhalten, das ihnen oft zum Verhängnis wird. Besonders problematisch: Viele Geräte fahren genau zu jener Zeit, in der Wildtiere aktiv auf Nahrungssuche sind.
„Unsere Gärten sollten eine Oase für Wildtiere sein – und kein gefährlicher Albtraum“, so Martin Aschauer, Leiter der Kommunikation und Sprecher von Tierschutz Austria, der für ein „Nachtfahrverbot“ von Mährobotern wirbt.
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