Nach der blamablen Auftaktpleite sorgten die Italiener beim 4:1 über die Türkei für Wiedergutmachung. Frankreich bezwang Belgien indes dank eines Olise-Solotreffers ...
Freitags noch unter Pfiffen begraben, am Montag plötzlich wieder lebendig: Die zuletzt kriselnde „Squadra Azzurra“ legte beim 4:1 gegen die Türkei eine Auferstehung hin, die fast schon biblische Züge trug. Ganz nach dem Glaubensbekenntnis: „Am dritten Tage auferstanden von den Toten …“
Am Freitag sah die Welt des einstigen Riesen noch ganz anders aus. Vor eigenem Publikum blamierte sich Italien gegen Belgien, verabschiedete sich nach dem 0:2 unter gnadenlosen Pfiffen. Die Nerven lagen blank, ein noch tieferer Absturz schien zum Greifen nah. Die Reaktion ließ aber nicht lange auf sich warten. Ausgerechnet der einstige „Sündenbock“ Alessandro Bastoni sorgte für die frühe Führung der „Nazionale“ (9.). Noch vor gut einem halben Jahr hatte der Abwehrboss beim blamablen WM-Quali-Aus gegen Bosnien mit seinem Platzverweisentscheidenden Anteil am Debakel.
Auch danach zeigte Italien ein völlig anderes Gesicht als noch zuletzt. Im Italo-Tiki-Taka-Stil kombinierte man sich zur 2:0-Führung durch Davide Frattesi (22.). Michael Kayodes 3:0 (27.) war beinahe eine Kopie des zweiten Treffers. Nach der Pause keimte noch einmal kurz Hoffnung bei den Türken auf. Nach dem Anschlusstreffer von Yilmaz (47.) sorgte Pio Esposito (51.) für die Entscheidung und den Schlusspunkt beim 4:1-Sieg der „Squadra Azzurra“.
„Équipe“ minimalistisch
Deutlich weniger Torspektakel bot das Duell zwischen Frankreich und Belgien. Neo-Coach Zinedine Zidane krempelte seine Elf nach dem Auftaktsieg ordentlich um, nahm gleich neun Änderungen vor, musste auch auf seinen verletzten Superstar Kylian Mbappe verzichten. Ein später Treffer von Olise (88.) nach einem schönen Solodribbling bescherte der „Équipe Tricolore“ den nächsten Dreier, die sich damit die Tabellenführung in Gruppe eins sichert.
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