Die Pölvenderby-Premiere war mit über 700 Zuschauern für Bruckhäusl ein Erfolg. Eine gemeinsame Nachwuchs-Spielgemeinschaft verbindet die beiden Nachbarn seit 20 Jahren. Sportlich wurde Bad Häring lange belächelt – mittlerweile sind die Gelb-Blauen aber auf der Überholspur.
Lange wurde das erste Pölvenderby zwischen Bruckhäusl und Bad Häring herbeigesehnt. 700 Zuschauer sorgten beim ersten Duell für eine gute Stimmung, am Ende setzte sich Bad Häring auswärts mit 3:1 durch – und damit war der Gesprächsstoff noch lange nicht vorbei.
Denn nach dem Derby war längst nicht Schluss. Bruckhäusl-Trainer Martin Steiner und sein Gegenüber Gerhard Gratt, der selbst eine lange Vergangenheit bei Bruckhäusl hat, ließen den Abend gemeinsam ausklingen. „Er war mein Trainer und wir sind nach dem Spiel zusammengesessen“, erzählte Steiner. „Es ging bis vier Uhr in der Früh“, fügte Gratt lachend hinzu.
Thema war neben der sportlichen Aufarbeitung, auch die Verbindung der beiden Nachbarn. „Wir haben seit 20 Jahren eine Nachwuchs-Spielgemeinschaft und kennen uns gut“, erklärte Steiner.
Sportlich lagen zwischen den beiden Klubs allerdings lange Welten. „Früher hat man gesagt, da spielen wir lieber gegen eine Gasthausmannschaft als gegen Bad Häring, da gibt es sportlich mehr Herausforderung“, lachte der routinierte Häring-Coach. Mittlerweile hat sich das Bild gewandelt: Die Gelb-Blauen sind über die Jahre sportlich immer näher an Bruckhäusl herangerückt, zogen in der Tabelle am Nachbarn vorbei und hielten ihn nun auf Abstand.
Das Rückspiel
Für Steiner eine Momentaufnahme. „Bei uns spielen Ausfälle eine Rolle“, relativierte Bruckhäusls Coach.
Im Mai 2027 steigt dann das Rückspiel. Und nach diesem ersten Pölvenderby darf man gespannt sein, wie sich die Geschichte zwischen den beiden Nachbarn weiterentwickelt. „Hoffentlich gibt es noch viele Duelle zwischen den Vereinen und nicht, dass uns Auf- oder Abstiege trennen“, wünscht sich Gratt.

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