Sa, 17. November 2018

Kampf um Anerkennung

23.12.2014 11:15

Wie Ihr Chef merkt, was Sie wirklich leisten

Leider wird in vielen Betrieben mit Kritik nicht gespart, aber mit Lob geradezu gegeizt. Und damit fehlt ein wesentlicher Motivationsfaktor. Wie Sie zu Anerkennung kommen und damit auch Ihren Arbeitsplatz absichern, erfahren Sie hier.

Keine Frage, als erwachsener Mensch braucht man es im Normalfall nicht, dass jeder Handgriff gelobt und gewürdigt wird. Im Arbeitsleben ist die Anerkennung des Vorgesetzten jedoch wichtig: einerseits, damit Sie sich selbst gut fühlen damit, was Sie den ganzen Tag für das Unternehmen leisten, andererseits auch, um Ihren Job abzusichern. Denn wenn Ihr Chef nicht mitbekommt, was Sie tun und was das fürs Unternehmen bedeutet, kann es sein, dass Sie beim nächsten Einsparungsprogramm schlechte Karten haben.

Viele Vorgesetzte sind derart mit ihren eigenen Aufgaben beschäftigt, dass sie vom operativen Tun ihrer Mitarbeiter relativ wenig mitbekommen. So auch nicht vom Engagement jedes Einzelnen, ohne das aber dem Unternehmen viel an Mehrwert entgehen würde. Dazu kommt, dass viele Führungskräfte vom alten Schlag in entsprechenden Positionen sind: Lob ist verpöhnt, sonst könnte der Mitarbeiter womöglich beginnen, Ambitionen nach Höherem zu entwickeln oder gar am Sessel des Chefs sägen.

Daher arbeiten viele Chefs nach wie vor bevorzugt mit Kritik, um kleinen Mitarbeitern zu zeigen, wo ihr Platz ist, und um ihre eigene Macht zu demonstrieren. In partnerschaftlichen Führungsstilen hat der Vorgesetzte dagegen erkannt, dass das Unternehmen durch Entwicklung der Mitarbeiter und Beteiligung an Entscheidungen in ihren Arbeitsbereichen profitiert. Und dazu gehört auch Anerkennung für die Tätigkeit.

Dokumentieren
Sie sollten daher für sich selbst stets dokumentieren, worin Ihre Leistung besteht. Notieren Sie, wenn Sie Aufgaben pünktlich oder sogar vor der Zeit abschließen. Wenn eine Aufgabe zu spät fertiggestellt wird, halten Sie für sich selbst fest, warum. Notieren Sie, was Ihre Tätigkeit dem Unternehmen gebracht hat: weniger Kosten, mehr Umsatz, bessere Absatzzahlen, schnellere Durchlaufzeiten, höhere Servicequalität. Auch sollten Sie dokumentieren, wenn Sie Mehrarbeit leisten und sich mit überdurchschnittlichem Einsatz einer Sache widmen. So sitzen Sie am längeren Ast, wenn es einmal zu Diskussionen kommt.

Berichten
Dann kommt der Teil, der vielen Menschen am schwersten fällt: Werbung in eigener Sache. Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr Vorgesetzter auch mitbekommt, was Sie leisten, damit er es anerkennen kann. Am einfachsten geht dies in der laufenden Tätigkeit: Wenn Sie Meilensteine erreicht haben oder Ihnen gerade eine besondere Leistung gelungen ist, informieren Sie Ihren Vorgesetzten in Form eines Statusberichts. Darin sollten Sie sehr explizit sein und wirklich klar mitteilen, was gelungen ist und vor allem, was es für den Vorgesetzten, die Abteilung oder das Unternehmen bedeutet. Sie können dafür sowohl Mitarbeiterbesprechungen als auch einfache Kommunikation per E-Mail nutzen. Wenn Sie das regelmäßig tun, wird bei Ihrem Chef der richtige Eindruck entstehen und er bekommt das Gefühl, einen unverzichtbaren Mitarbeiter zu haben.

Formen von Anerkennung
Anerkennung kann unterschiedliche Gestalten annehmen: Bei einem Chef, der viel kritisiert, kann sie einfach nur in der Abwesenheit von Kritik ausfallen. Auch darüber sollten Sie sich freuen. Andere Vorgesetzte sprechen Lob auch nicht explizit aus, aber fragen ihre Mitarbeiter um Rat oder geben ihnen Fragestellungen zur Analyse bzw. bitten um ihre Meinung. Auch das ist eine Wertschätzung für die eigene Qualifikation. Ausgesprochenes Lob ist leider in vielen Unternehmen selten, aber dann dafür umso mehr wert.

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