Generationenwechsel im Aufsichtsrat der Wietersdorfer Gruppe, mit Axel Kühner und Yorck Schmidt wurden zwei international erfahrene Manager in den Aufsichtsrat der zu 100 Prozent im Familieneigentum stehenden Wieterdorfer Gruppe bestellt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 3.783 Mitarbeiter.
Axel Kühner (55) und Yorck Schmidt (60) wurden neu in das Kontrollgremium bestellt. Sie folgen auf Dr. Winfried Braumann, der dem Aufsichtsrat seit 2009, und Jakob Mosser, der ihm seit 2012 angehörte. Auch an der Spitze des Aufsichtsrats gibt es einen Wechsel: Christina Fromme-Knoch übergibt nach 15 Jahren den Vorsitz an Bertram Ziegenfuß. Ziegenfuß ist bereits seit 2020 als Eigentümervertreter im Aufsichtsrat tätig.
Mit Kühner und Schmidt kommen zusätzliche internationale Managementerfahrung und neue Kompetenzen in das Kontrollgremium. Kühner bringt insbesondere Erfahrung in der Führung und Transformation internationaler Industrieunternehmen ein. Schmidt verfügt über Expertise in der finanziellen und strategischen Unternehmenssteuerung sowie internationaler Governance.
Damit steht die Wietersdorfer Gruppe 2026 an einem wichtigen Punkt ihrer über 130-jährigen Geschichte: Die Eigentümerstruktur bleibt familiengeprägt, während gleichzeitig das Aufsichtsgremium personell erneuert und stärker international ausgerichtet wird.
Wietersdorfer-Geschichte begann im Jahr 1893
Die Geschichte der Wietersdorfer Gruppe reicht bis ins Jahr 1893 zurück. Damals gründeten Philipp Knoch und seine Brüder Gottlieb und Karl Knoch in Wietersdorf das Unternehmen „Wietersdorfer Cementwerke Phil. Knoch & Cie“. Der Betrieb startete am 10. Oktober 1893 mit 21 Arbeitern. Aus dem ursprünglichen Zementwerk entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte eine international tätige Industriegruppe.
Familienunternehmen macht Milliardenumsatz
Heute ist die WIG Wietersdorfer Holding GmbH mit Sitz in Klagenfurt in fünf wesentlichen Geschäftsfeldern tätig: Zement & Beton, Kalk, Industriemineralien, GFK-Rohrsysteme und PP-Rohrsysteme. Zur Gruppe gehören unter anderem Alpacem, InterCal, Amiblu, Hobas, O-tek, POLOPLAST und Calcit.
Die Wietersdorfer Gruppe befindet sich weiterhin zu 100 Prozent in Familienbesitz. Im Jahr 2025 erzielte sie einen Umsatz von rund 1,091 Milliarden Euro, beschäftigte 3.783 Mitarbeiter und verfügte über 121 Produktions- und Vertriebsstandorte in 76 Ländern. Das Investitionsvolumen lag 2025 bei 105,6 Millionen Euro.
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