Causa Gerhard Zeiler

Fellner will SPÖ-Landeschefs an einen Tisch holen

Innenpolitik
28.09.2026 16:23

Wer ist „nur“ gegen Andreas Babler – und wer für Gerhard Zeiler als neuen SPÖ-Chef? Steigt am Ende gar wieder jemand Drittes in den Ring? In der SPÖ herrscht jetzt rotes Rätselraten. Nur in einem Bundesland ist man aus der Schockstarre erwacht – und ruft alle Landeschefs zu einem Gespräch zusammen.

Es ist die Ruhe nach dem Sturm. Seit der internationale Medienmanager Gerhard Zeiler in der „Krone“ angekündigt hat, die SPÖ übernehmen zu wollen, stellt sich das ganze Land eine Frage: was jetzt? Eine klare Antwort sucht man in den roten Landesparteien und Teilorganisationen vergeblich. Internes wolle man – ausnahmsweise – intern besprechen, hieß es sinngemäß bei einem „Krone“-Rundruf quer durch Österreich.

Wegweisendes Treffen der Landeschefs
Der Redebedarf ist dennoch groß. Zur Causa prima tagten das Präsidium der roten Gewerkschafter, die SPÖ-Frauen sowie die für die Partei so wichtigen Landesorganisationen in der Steiermark und im roten Kärnten, wo es nun erste Schritte nach der Schockstarre gibt. Der Kärntner Landesparteivorstand beschloss am Montag nämlich einstimmig, dass die Debatte um die Führung der Bundespartei „rasch und verbindlich geklärt“ werden müsse. „Was auf jeden Fall zu vermeiden ist, ist eine lange Phase der Unklarheit“, ist zu lesen. Noch vor der nächsten Sitzung des Bundesparteivorstands sollen sich alle neun Landesparteivorsitzenden zu einem „Arbeitsgespräch“ treffen. Sie wollen unter anderem klären, ob Bewerbungen für den Vorsitz vorliegen, wie eine mögliche Wahl ablaufen müsste und bis wann die Partei eine Entscheidung trifft.

Kommt eine Mehrheit der Landeschefs nach ihrem Gespräch zum Schluss, dass es schneller gehen muss, soll Babler binnen zehn Tagen eine außerordentliche Sitzung des Bundesparteivorstands einberufen. Dort soll über das weitere Verfahren und einen verbindlichen Zeitplan entschieden werden. Kärnten drängt also auf Tempo, stellt sich aber weder hinter Babler noch hinter Zeiler. Interessante Formulierung im Beschluss: „Alle Kandidatinnen und Kandidaten, unabhängig davon, ob sie das Amt derzeit ausüben oder sich bewerben“, sollen den Mitgliedern ihr politisches Konzept, ihr Team und ihre Strategie präsentieren. „Erst auf dieser Grundlage wird der Landesparteivorstand über seine Haltung im weiteren Verfahren entscheiden“.

„Abgestimmtes Vorgehen“ geplant
Aus Ländern, die dem Zeiler-Lager zugerechnet werden, heißt es, man wolle hier „abgestimmt vorgehen“. Und ein hoher Roter orakelt bereits: „Vielleicht steigt ja auch wieder ein Dritter in den Ring.“ Schließlich ging Babler selbst ja einst als lachender Dritter aus dem Duell zwischen Hans Peter Doskozil und der damaligen Parteichefin Pamela Rendi-Wagner hervor.

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Ziel muss ganz klar sein, eine blau-schwarze Regierung zu verhindern!

Hans Peter Doskozil in Richtung der Bundespartei

Doskozil weiß zumindest, was er will bzw. nicht will und sagt es sogar auch. Er war noch nie für Andreas Babler – und er ist jetzt auch klar gegen Gerhard Zeiler.

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