In Nürnberger Werk

Automobilzulieferer Bosch streicht Hälfte der Jobs

Wirtschaft
28.09.2026 16:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Automobilzulieferer Bosch hat angekündigt, in seinem Werk in Nürnberg 900 Stellen zu streichen. Damit soll bis 2029 jeder zweite Job wegfallen. Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem fortschreitenden Wandel und dem zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck in der Branche.

Vor allem die Konkurrenz aus China setzt dem Zulieferer zu. Der weltweite Automarkt stagniere, die Nachfrage in Europa sei rückläufig, teilte das deutsche Unternehmen mit. In Nürnberg (Bayern) stellt der Zulieferer vor allem Komponenten für den Verbrennungsmotor sowie für Brennstoffzellen her. Dadurch dass Elektromobilität immer stärker genutzt wird, verlieren Verbrenner derzeit an Bedeutung. Zudem konnte die Brennstoffzelle für Wasserstoffantriebe die Erwartungen nicht erfüllen. Dies habe zu einem Personalüberhang in Nürnberg geführt, der wirtschaftlich nicht länger tragfähig sei, hieß es.

„Diese Entscheidung fällt uns überaus schwer, da sie für unser engagiertes Team in Nürnberg tiefgreifende Auswirkungen hat. Wir müssen jedoch unsere Strukturen an das veränderte Marktumfeld anpassen und unsere Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen“, wurde in einer Mitteilung gesagt.

Kündigungen nicht nur in Nürnberg
Bosch hatte zuvor bereits angekündigt, konzernweit 22.000 Arbeitsplätze zu streichen. Der Großteil davon betrifft den Mobility-Sektor. Bosch hatte im Vorjahr weltweit mehr als 410.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ungefähr 123.000 davon in Deutschland. Zum ersten Halbjahr 2026 hatte die Firma dann bereits ungefähr 6500 Beschäftigte weniger. Der Umsatz stieg zu diesem Zeitpunkt im Vorjahresvergleich noch um 3,6 Prozent. Im vergangenen Jahr schrieb der Konzern nach Steuern erstmals seit der Finanzkrise rote Zahlen, unter dem Strich blieb ein Verlust.

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