Alarm in Australien
Walkadaver lockt Haie an: Badeverbot an Strand
Wegen des angespülten Kadavers eines Wals ist in der australischen Metropole Perth ein Badeverbot auf einem beliebten Stadtstrand verhängt worden: Die Überreste des Kolosses lockt Haie an, die sich angesichts der fetten Beute ganz nahe ans Ufer herantrauen.
Der Kadaver wurde am Montagmorgen von Rettungsschwimmern entdeckt – kurz darauf wurden auch mehrere Haie gesichtet. Diese sollen sich teilweise nur rund zehn Meter weit vom Ufer entfernt aufhalten und sind auch vom Strand aus zu sehen.
Auch zwei weiße Haie gesichtet
„Es ist möglich, dass der Kadaver weiterhin als Lockmittel wirkt und dazu führen könnte, dass Haie in diesem Küstenabschnitt in Küstennähe kommen“, warnte das Ministerium für Primärindustrie und Regionalentwicklung laut dem Sender ABC. Unter den Raubfischen waren laut SharkSmart auch zwei Weiße Haie in der Größe von vier und fünf Metern.
Der Strand werde erst wieder geöffnet, wenn der Kadaver entfernt wurde, erklärte der Bürgermeister des Verwaltungsgebiets Cambridge, das zu Perth gehört. „Wir müssen eine Reihe von Optionen entwickeln, wie wir ihn entsorgen können. Da heute ein Feiertag ist, ist dafür kein günstiger Zeitpunkt“, so Gary Mack. Er warnte zudem davor, in dem betroffenen Küstenabschnitt mit einem Hund spazieren zu gehen.
Kadaver riecht „wirklich widerlich“
Der Kadaver zog jedoch nicht nur Haie, sondern auch etliche Schaulustige an. Hunderte Personen kamen an den Strand, um den Koloss zu betrachten. „Man kann deutlich sehen, dass sich Haie daran zu schaffen gemacht haben“, erklärte ein Besucher dem Sender. Sein Sohn bemerkte, der Kadaver habe „wirklich widerlich“ gerochen.
Erst vor zehn Tagen hatte es nur 15 Kilometer nördlich des Stadtstrands einen tödlichen Haiangriff gegeben: Ein Schwimmer befand sich in Ufernähe, als er von einem großen Weißen Hai attackiert wurde. Die Fischereiministerin rief daraufhin eine Anordnung aus, das Tier zu fangen und zu töten. Der Hai konnte bislang jedoch nicht gefunden werden.

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