Serbiens Staatschef Aleksandar Vučić hat am Sonntag offiziell seinen Rücktritt bekannt gegeben. Hintergrund dieses Schrittes ist die bereits angekündigte vorgezogene Präsidentschaftswahl im Balkanstaat. Bei dieser will der Präsident seine Serbische Fortschrittspartei als „normaler Bürger“ unterstützen.
„Heute ist der Tag, an dem ich zurücktrete“, sagte Vučić am Sonntagabend in einer Ansprache im staatlichen Fernsehsender RTS. Der teils autokratisch regierende Politiker will nun als Spitzenkandidat seiner Fortschrittspartei bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 25. Oktober antreten und im Falle eines Wahlsieges Ministerpräsident werden.
„Präsident zu sein, war für mich die größte Ehre“
„Präsident Serbiens zu sein, war für mich die größte Ehre. Ich habe jeden Tag mein Bestes gegeben, um das mir entgegengebrachte Vertrauen zu rechtfertigen und meinem Land treu und loyal zu dienen. Es lebe Serbien!“, hatte Vučić am Samstag in einem Video auf seiner Instagram-Seite erklärt.
Das Amt des Staatsoberhaupts übernimmt zunächst kommissarisch die Parlamentspräsidentin Ana Brnabić, eine politische Mitstreiterin von Vučić. Der 56-Jährige erhofft sich von diesem Schritt nach Meinung von Experten die Konsolidierung seiner Macht. Seine Amtszeit als Staatschef endet nächstes Jahr – und nach zwei Mandaten darf er nicht erneut kandidieren. Er steht innenpolitisch unter großem Druck einer größtenteils von Studenten organisierten Protestbewegung.
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