Tief berührt von Felix’ Schicksal spenden „Krone“-Leser 20.000 Euro. Dankbar erzählt die Familie in Klosterneuburg (NÖ) von Höhen, Tiefen und kleinen Wundern.
Wenn Felix lächelt, zaubert er auch allen Menschen um ihn herum ein Lächeln ins Gesicht. Der 14-Jährige aus Klosterneuburg hat nach einem Unfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlebt, weshalb er sich heute nicht selbstständig bewegen kann. „Noch kann er nicht wieder sprechen“, erzählt Mama Martina, „aber er versteht alles, er lacht, er zeigt uns, was er möchte“.
Der Unfall mit dem E-Scooter, der Felix’ Zustand ausgelöst hat, klingt auch ein Jahr später nicht weniger schlimm. „Plötzlich kommt der Anruf, dass der Bub mit dem E-Roller, der aber nicht ihm gehört hat, von einem Transporter erfasst wurde. Dass ich an diesem Tag Fieber hatte, spürte ich in diesem Moment nicht mehr“, so die Mutter weiter.
„Mit dem Geld zahlen wir einen Reha-Aufenthalt“
Die „Krone“ berichtete am diesjährigen Muttertag über das herzzerreißende Schicksal der Familie. Dutzende Menschen waren berührt und wollten der Familie helfen. Auch NÖ-Redaktionsleiter Lukas Lusetzky beeindruckte die Stärke, die sich Felix und seine Eltern über den Leidensweg beibehalten haben und überreichte ihnen den Spendenbetrag. „Wir sind so dankbar für alle, die uns mit einer Spende unterstützen. Mit den 20.000 können wir einen Reha-Aufenthalt finanzieren“, rechnet er vor.
Es sind Therapie-Kosten, die jede Familie finanziell ins Trudeln geraten lassen würden. Damit Felix im Alltag unterstützt wird, hat die Familie Pflegerin Julia engagiert, die ihm auch beim Besuch der „Krone“ zur Seite steht. „Die zwei harmonieren so super miteinander“, ist Mama Martina gerührt.
Nicht nur Geldspenden, auch persönliches Engagement hilft der Familie enorm. Im Hitzewellen-Sommer hat ein Bekannter einen speziellen Lift am Pool in ihrem Garten gebaut. Wenn er nicht gerade im Pool „chillt“ – wie es sein Papa nennt -, schaut er gerne Serien oder Fußball. Positives bewirkt sehr viel: „Lange dachten wir, Felix Fuß muss wegen einer Fehlstellung operiert werden. Doch bei der letzten Untersuchung hat plötzlich alles gepasst“, sagt Felix’ Mama mit einer Träne im Auge.
Station, die Felix half, kämpft um Finanzierung
Große Sorge macht der Familie, wie sich das Gesundheitssystem bei Kindern in Felix’ Zustand weiterentwickelt. Die Frührehabilitation „Rekiz“ in Salzburg, wo auch Felix nach seinem schweren Unfall unterkam, kämpft momentan um ihren Fortbestand. Die Station nimmt Kinder und Jugendliche aus ganz Österreich auf, da es nur in Wien eine weitere derartige Einrichtung gibt, die aber viel kleiner ist. Die ÖGK stieg allerdings kürzlich aus der Finanzierung aus, somit fällt alles Finanzielle auf die Salzburger Landeskliniken zurück. „Wir haben dort nach dem Unfall Pflegetipps erlernt und wie man mit der Situation umgeht erlernt“, betonen die Eltern, wie wichtig die „Rekiz“-Station für Felix’ Genesung war. „Schrecklich, wenn genau da gespart wird!“
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