Weitere Gäste toben

Israelische Urlauber: „Selten so viel Hass erlebt“

Salzburg
27.09.2026 06:00

Kein Essen für israelische Gäste! Nach dem Antisemitismus-Eklat von Gastein tauchen neue Vorwürfe auf. Der betroffene Gastronom soll bereits in der Vergangenheit negative gegenüber jüdischen Urlaubern aufgefallen sein. Der Mann betont jedoch: „Alles Blödsinn!“ 

Auch Tage später sind Lidan H. und seine Familie noch fassungslos. „Es war wirklich schockierend für uns“, beteuern sie. Wie berichtet, erheben die israelischen Urlauber schwere Vorwürfe gegen den Betreiber eines Imbissstands in Bad Hofgastein. Dieser soll sich geweigert haben, der Familie Essen zu servieren. „Weil wir Juden sind, das hat er uns genauso mitgeteilt“, sagt H.

Auch andere Urlauber erheben schwere Vorwürfe
Der betroffene Gastronom selbst bestreitet diese Vorwürfe vehement. „Alles Blödsinn“, teilte er auf „Krone“-Anfrage mit. Doch ein Blick ins Internet lässt an diesen Darstellungen doch arge Zweifel aufkommen. Online finden sich gleich mehrere negative Bewertungen zu dem Imbiss – Antisemitismus-Vorwürfe inklusive.

„Ich weiß nicht, ob das Essen gut ist, oder nicht. Als sie bemerkt haben, dass wir aus Israel kommen, haben sie mir nichts verkauft“, schreibt etwa ein Nutzer. Ein anderer Urlauber weiß zu berichten: „Sie waren uns gegenüber unglaublich unhöflich und rassistisch, als sie gehört haben, dass wir Hebräisch sprechen. Ich habe noch nie so einen Hass erlebt.“ In einem anderen Beitrag ist gar zu lesen, dass der Besitzer eine jüdische Familie samt Kindern bedroht haben soll. „Wir haben die örtliche Polizei informiert“, heißt es weiter. Der Vorfall soll sich bereits vor drei Jahren zugetragen haben.

Israeli Lidan H. und seine Liebsten wurden laut eigenen Angaben bei einem Imbiss nicht bedient.
Israeli Lidan H. und seine Liebsten wurden laut eigenen Angaben bei einem Imbiss nicht bedient.(Bild: zVg)

Lidan H. ließ die Sache ebenfalls nicht auf sich beruhen. Er legte Beschwerde bei der Bezirkshauptmannschaft ein. Diese kündigte daraufhin prompt die Einleitung eines Verwaltungsstrafverfahrens an.

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