Gesundheitsversorgung

SPÖ schmetterte „Community Nurse“ einfach ab

Niederösterreich
28.09.2026 17:00

Die Finanzierung wurde nicht genehmigt! Alle 19 SPÖ-Mandatare stimmten in Strasshof an der Nordbahn (NÖ) gegen eine „Gemeindeschwester“.

Eine sogenannte Community Nurse könnte Pflegebedürftige und ihre Angehörigen direkt vor Ort beraten, Hilfen vermitteln und durch komplizierten Dschungel der Pflegeangebote lotsen“, so FPÖ-Gesundheitsstadträtin Sabine Kienberger enttäuscht. Sie wollte im Nachtragsvoranschlag ausgewiesene 91.800 Euro dafür verwenden. Elf Mandatare stimmten dafür, 24 dagegen. Darunter die SPÖ-Fraktion.

„SPÖ widerspricht sich selbst“
FPÖ-Bezirkschef Dieter Dorner sieht darin einen Widerspruch zur Landespolitik: „Im Landtag wird seitens der Roten über Pflege gesprochen, im eigenen Rathaus gibt es ein geschlossenes Nein.“ Die SPÖ müsse diesen Unterschied den Menschen in Strasshof erklären, so seine Kritik.

Kienberger will das Vorhaben trotzdem weiterverfolgen. Für 2027 bringt sie auch eine mögliche Kürzung der Gemeinderatsentschädigungen ins Spiel. Bei 473.000 Euro im Voranschlag 2026 könnten schon zehn Prozent rund 47.300 Euro für die Finanzierung einer Community Nurse bringen. Einen Antrag kündigt die Blauen für die nächste Sitzung an.

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