Vom Nordkap bis nach Graz: Der Steirer Robert Auer war drei Monate unterwegs und lief jeden Tag zwischen 40 und 50 Kilometer. Die Idee: Mit der Aktion Aufmerksamkeit bekommen, um Spenden für kranke Kinder zu sammeln.
Die Sonne lacht vom Himmel, als Robert Auer Samstagnachmittag am Grazer Karmeliterplatz einläuft, Familie und Freunde fallen ihm um den Hals. Mama Roswitha, Papa Wolfgang und Stiefmutter Margret sind froh, dass der Sohnemann heil zuhause angekommen ist. Drei Monate haben sie den 40-Jährigen nicht gesehen. Am 26. Juni 2026 startete der Steirer einen speziellen Lauf vom Nordkap in Norwegen Richtung Graz, wir berichteten. Und das alles für den guten Zweck. Er hat so Spenden für krebskranke Kinder gesammelt.
Mentale und körperliche Hürden gemeistert
Über 4000 Kilometer ist Auer in 92 Tagen gelaufen – das ist umgerechnet mehr als ein Marathon pro Tag (!) „Es war mental schon herausfordernd, aber ich habe gute Strategien entwickelt. Natürlich hat man auch Schmerzen, meine Achillessehne hat mir sehr zu schaffen gemacht“, erzählt Auer. Eine Herausforderung auf der Reise war auch, dass er immer 25 Kilo Zusatzgepäck auf einem Buggy mitführen musste. „Dadurch musste ich auf den Straßen laufen, das war schon nicht ohne. Und zwei Mal bin ich in schlimme Gewitter gekommen, das war auch nicht lustig.“ Aber es habe sich gelohnt.
Gelder für Kinderonkologie
„Die Landschaft und die Menschen, das war ein Wahnsinn! Ich habe so viele schöne Momente und Erlebnisse gesammelt.“ Das müsse er nun erst einmal verarbeiten. Und auch auf das Spendenergebnis kann er stolz sein: Mehr als 4000 Euro sind bereits für die Grazer Kinderonkologie zusammengekommen, der Steirer hofft darauf, „dass es vielleicht noch etwas mehr wird“.
Auf gofundme.com/f/run-for-kids-with-cancer kann man das Projekt unterstützen.
Idee zu dem Projekt
„Ich bin sehr dankbar für mein Leben und wollte jenen etwas zurückgeben, die weniger Glück haben“, erklärt Auer, wie er auf die Idee zu dem außergewöhnlichen Projekt gekommen ist. Der Gedanke habe ihn irgendwann nicht mehr losgelassen. „Wir haben uns schon ein bisschen Sorgen um ihn gemacht, aber wir haben jeden Abend in den letzten Monaten mit Robert telefoniert“, sagt Papa Wolfgang. Das werde er fast ein bisschen vermissen...
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