Für den guten Zweck

„Bin so dankbar“: Steirer läuft Tausende Kilometer

Steiermark
04.08.2026 09:00

Der Steirer Robert Auer läuft vom nördlichsten Punkt Europas Tausende Kilometer in Richtung Heimat – und sammelt Geld für krebskranke Kinder.

Hierzulande klingt das im Moment für viele vielleicht sogar nach paradiesischen Zuständen – doch Robert Auer hat vom nasskalten Wetter in Norwegen mittlerweile schon genug. „Die letzten Tage war der Regen mein Begleiter“, lächelt der Steirer leicht gequält. Mehr als 1800 Kilometer hatte er am Montag schon im Rückspiegel, als die „Krone“ ihn in der Nähe von Trondheim, bei rund 15 Grad, erreichte.

Am Nordkap begann der Steirer sein Abenteuer.
Am Nordkap begann der Steirer sein Abenteuer.(Bild: Auer)

Knapp 2500 Kilometer liegen noch vor ihm. Auer hat es sich nämlich zum Ziel gesetzt, vom Nordkap nach Graz zu laufen – richtig, der 40-Jährige möchte die insgesamt rund 4300 Kilometer zu Fuß absolvieren. 50 Kilometer möchte er im Schnitt pro Tag schaffen. 36 Tage hat er eben schon hinter sich. „Ich möchte die gesamte Strecke in 85 bis 100 Tagen schaffen – den Puffer hab ich mir für das Wetter oder etwaige Verletzungen gegeben.“

Spenden sollen Kindern Ablenkung bringen
Bisher blieb er von gröberen Blessuren verschont – zum Glück. Nicht nur für Robert selbst, denn der Semriacher läuft auch für den guten Zweck, sammelt Spenden für die Kinderonkologie auf der Grazer Uniklinik. „Ich bin so dankbar für mein Leben und will deshalb etwas zurückgeben an Menschen, die nicht so viel Glück gehabt haben. Diese Kinder haben sich ihr Schicksal nicht ausgesucht – ich quäle mich freiwillig, sie müssen kämpfen und ich möchte sie im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen.“

Über viele Brücken muss Robert Auer gehen – insgesamt warten 4.300 Kilometer.
Über viele Brücken muss Robert Auer gehen – insgesamt warten 4.300 Kilometer.(Bild: Auer)

Der Berufstätige (Urlaub und Überstunden hat er angespart) möchte mit seinem Abenteuer aber auch andere Menschen motivieren. „Wir sollten generell alle größer träumen und uns keine Grenzen setzen. Und alles beginnt mit dem ersten Schritt.“ Den Kindern auf der Kinderklinik sollen die Spenden jedenfalls Ablenkung vom Spitalsalltag bringen – etwa mit Spielsachen, die in Abstimmung mit dem Personal gekauft werden. „Wir könnten damit aber etwa auch Eltern, die weiter weg wohnen, in Graz eine Unterkunft zahlen“, ergänzt Robert.

Gastfreundliche Norweger
Der Steirer selbst wurde für seine Strapazen bisher mit der atemberaubenden norwegischen Landschaft und der unglaublichen Gastfreundschaft der „Wikinger“ belohnt. „Ich treffe wirklich laufend nette Menschen, wurde schon zum Essen und zur Übernachtung eingeladen – gerade erst haben mir auch zwei Damen bei einer Panne am Laufbuggy geholfen.“

Gelaufen wird übrigens meist vom Nachmittag weg bis tief in die Nacht. „Im Sommer wird’s hier ja nicht finster und in der Nacht ist auch weniger Verkehr.“

Alle Infos zur Aktion auf Auers Instagram-Profil runwithauro bzw. per Mail an runwithauro@gmx.net

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