In der jüngsten Sitzung der Lustenauer Gemeindevertreter stand der finale Bericht der Beratungsfirma BDO zur finanziellen Lage der Marktgemeinde im Mittelpunkt. Das erfreuliche Ergebnis: Das für dieses Jahr vorgesehene Einsparpotenzial von 1,7 Millionen Euro wurde übertroffen.
Bürgermeister und Finanzreferent Patrick Wiedl (ÖVP) blickte zum Beginn der Sitzung auf die angespannte Finanzsituation bei seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren zurück. Er betonte, dass ein Großteil der aktuellen Investitionsausgaben auf Projekte aus der vorherigen Legislaturperiode zurückgehe und somit nicht von der jetzigen Gemeindevertretung zu verantworten sei. Die Zusammenarbeit mit den BDO-Experten trage jedoch bereits konkrete Früchte. Nach einer konstruktiven Debatte nahm die Gemeindevertretung den Bericht einstimmig zur Kenntnis. Dieser dient nun als verbindliche Grundlage für die anstehenden Budgetverhandlungen.
Debatte um Spielfeldsanierung an der Holzstraße
Für Diskussionen sorgte die geplante Sanierung des Spielfelds im Stadion an der Holzstraße. Die Investition in Höhe von einer Million Euro wurde schließlich mehrstimmig mit 24 Stimmen von ÖVP und FPÖ gegen 12 Stimmen von SPÖ, Grünen und NEOS beschlossen.
Die Oppositionsführer hatten nur wenige Stunden vor der Sitzung eine Pressekonferenz veranstaltet, bei der sie die Ausgabenpolitik von Bürgermeister Wiedl und seine Vize Martin Fitz (FPÖ) heftig kritisierten: Während die Bevölkerung Einschnitte durch gekürzte Vereinsförderungen, zurückgefahrene Leistungen und höhere Preise beim Schulessen spüre, würden ÖVP und FPÖ weiterhin Geld in teure Vorhaben stecken, kritisierte das Trio.
Opposition gegen populäre Investitionen
Grüne, Neos und SPÖ stimmten deshalb gegen die Sanierung beim FC Lustenau. Sie betonten aber, dass sich das Veto nicht gegen den Fußballverein oder dessen Nachwuchsarbeit richtet. Angesichts des Sparmandats müsse man sich jedoch auf Kernaufgaben beschränken und auf populäre Investitionen im Hinblick auf kommende Wahlen verzichten. Sportgemeinderätin Nadine König (ÖVP) hingegen unterstrich die Bedeutung des Sports für Integration und Gesundheit. Ein Aufschieben dringend notwendiger Sanierungen würde die Gemeinde in Zukunft teurer zu stehen kommen.
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