Die steigenden Lebenshaltungskosten belasten die Budgets vieler Haushalte – und treffen Frauen bei einem Thema besonders stark: der Verhütung. Anlässlich des Weltverhütungstages fordern die Vorarlberger Grünen nun einen dauerhaften und kostenlosen Zugang zu sicheren Verhütungsmitteln für Frauen und Mädchen.
Der Zugang zu modernen Verhütungsmethoden darf keine Frage des Geldbeutels sein, meint die grüne Gesundheitssprecherin Eva Hammerer und verweist auf Zahlen aus dem aktuellen österreichischen Verhütungsbericht. Demnach reichen die jährlichen Ausgaben für Verhütungsmittel je nach Methode von 30 bis zu 230 Euro, was für viele Betroffene eine erhebliche finanzielle Hürde darstellt. Fast vier von zehn Frauen geben an, dass sie sich für eine andere und oft sicherere Option entscheiden würden, wenn die Kosten übernommen werden würden.
Pilotprojekt erfolgreich angelaufen
Im internationalen Vergleich hinkt Österreich bei der Kostenübernahme und der Bereitstellung von Beratung hinterher. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hatte der damalige grüne Gesundheitsminister Johannes Rauch im Oktober 2024 das Pilotprojekt „INVVO – Informiert Verhüten in Vorarlberg“ gestartet. Diese Initiative ermöglicht rund dreieinhalbtausend Frauen in der Region den Zugang zu kostenfreier Beratung sowie zu Verhütungsmitteln.
Vor diesem Hintergrund fordert Hammerer in einem Landtagsantrag die Weiterführung des erfolgreichen Modellprojekts über das Jahr 2026 hinaus. Ziel sei es, langfristige Strukturen zu verankern, die allen Frauen und Mädchen eine verlässliche und gebührenfreie Versorgung garantieren. Geradlinige Entlastungsmaßnahmen dieser Art seien in Phasen hoher Inflation ein unverzichtbarer Beitrag zur finanziellen Beruhigung der Haushalte.
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