Im Bezirk Bregenz ist der erste Fall von Rinder-Tuberkulose (TBC) nach Abschluss der diesjährigen Alpsaison aufgetreten. In einem landwirtschaftlichen Betrieb fiel ein Tier bei einer routinemäßigen Verkaufsuntersuchung durch einen auffälligen Hauttest auf. Nach der darauffolgenden diagnostischen Tötung am Dienstag bestätigte eine PCR-Untersuchung den positiven Befund.
Die umgehend eingeleitete Bestandsuntersuchung zeigte bei drei weiteren Tieren des Hofes ebenfalls auffällige Reaktionen beim Hauttest. Sie werden zur genauen Abklärung ebenfalls diagnostisch getötet. Um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern, wurde der gesamte Betrieb bis auf Weiteres behördlich gesperrt.
Übertragung häufig durch Rotwild
Die Infektionskrankheit wird in den Alpenregionen vor allem durch infiziertes Rotwild auf die Nutztiere übertragen, etwa über gemeinsam genutzte Weideflächen auf den Alpen. Besonders häufig tritt Rinder-Tuberkulose deshalb im Herbst auf, wenn die Tiere ins Tal zurückkehren. Auch gegen Ende des Winters wird die Krankheit öfter diagnostiziert, da sich der Erreger durch den engen Kontakt der Tiere im Stall leichter ausbreiten kann.
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