Das ist der Grund

Iranische Delegation könnte in New York festsitzen

Außenpolitik
24.09.2026 20:35
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mehrere iranische Politiker nehmen derzeit an der UN-Generalversammlung in New York teil, darunter Präsident Massoud Pezeshkian. Sie haben geplant, etwa fünf Tage in der US-Großstadt zu verbringen. Der Aufenthalt könnte allerdings unfreiwilliger länger werden. Bisher ist nämlich nicht bekannt, wie die iranische Delegation wieder nach Hause kommen soll ...

Das sagte US-Finanzminister Scott Bessent am Mittwoch. Laut ihm sind mehr als 80 oder 90 Prozent der internationalen Flüge aus dem Iran weggefallen. Der Hintergrund sind neue US-Sanktionen gegen den iranischen Luftverkehr. So sind keine Flüge mehr aus Teheran in die Vereinigten Arabischen Emirate, die irakische Hauptstadt Bagdad und den Oman mehr möglich. Istanbul ist noch eines der wichtigsten Drehkreuze für Reisen in den Iran. Allerdings gibt es dort laut Reisenden Unsicherheit und Chaos an den Schaltern.

Eine konkrete Ankündigung, Pezeshkian und seine Begleiter persönlich an der Ausreise zu hindern, gibt es bisher nicht. Die Delegation kam am Dienstag mit einer Regierungsmaschine in New York an. Innenpolitisch war die Reise vorab umstritten.

US-Finanzminister Scott Bessent (Archivbild)
US-Finanzminister Scott Bessent (Archivbild)(Bild: AP)

Bessent hatte am Montag den weiteren Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor angekündigt. Er drohte Drittstaaten mit dem Ausschluss aus dem US-Dollarsystem, sollten sie iranische Airlines mit Treibstoff versorgen, Landesdienste bereitstellen oder Tickets für sie verkaufen. Nach der Ankündigung wurde bereits ein Passagierflugzeug zur Umkehr gezwungen. „Da Turkmenistan den iranischen Fluggesellschaften keine Genehmigung zum Überflug seines Luftraums erteilt hatte, konnte der Flug Teheran -Duschanbe nicht am Zielort landen“, teilte ein Sprecher der iranischen Luftfahrtbehörde mit. Man habe noch versucht, die Route in der Luft zu ändern und über den Luftraum eines anderen Landes zu fliegen, sagte der Pilot.

Droht Ausweitung des Kriegs?
Die Situation zwischen dem Weißen Haus und dem iranischen Regime ist derzeit angespannt. Sollten die USA erneut angreifen, könnte sich der Krieg von der Golfregion auf den Indischen Ozean ausweiten, sagte ein Berater des obersten iranischen Führers Mojtaba Khamenei. Die iranischen Behörden hatten bereits zuvor damit gedroht, den Konflikt geografisch auszuweiten, sollten die USA wieder Luftangriffe fliegen. Allerdings ist es das erste Mal, dass ein Berater des obersten iranischen Führers ausdrücklich den Indischen Ozean erwähnt.

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