Seit 35 Jahren unterstützt „Rainbows“ schon Kinder und Jugendliche in Krisen – etwa bei der Scheidung der Eltern oder bei Todesfällen in der Familie. Zum Jubiläum zieht man stolze Bilanz, das Angebot wird Jahr für Jahr mehr genutzt. Doch die Finanzierung wird eine immer größere Herausforderung.
Vor 35 Jahren war es für viele Steirerinnen und Steirer noch unvorstellbar, dass auch Kinder im Zuge einer Scheidung der Eltern, eine eigene Betreuung brauchen könnten: „Damals galt noch: Wenn die Mutter betreut wird, dann reicht das auch für die Kinder“, erinnern sich die Pionierinnen des Vereins Rainbows. Doch Ihnen war damals schon klar: „Wenn man Kinder in solchen schwierigen Phasen professionell betreut, kommen sie besser durch diese Zeit und es gibt auch weniger Probleme in der Folge“, erinnert sich Dagmar Bojdunyak-Rack, die Rainbows über fast 30 Jahre geprägt hat.
Aus den USA war das Projekt damals importiert, angepasst und 1991 in der Steiermark für ganz Österreich aus der Taufe gehoben worden. Sowohl Gruppen- als auch Einzelbetreuung bietet Rainbows an. Alleine 30.000 Scheidungskinder hat man seitdem österreichweit betreut, rund 6700 davon in der Steiermark. Später kamen noch rund 10.000 Kinder dazu, die Eltern oder einen nahen Verwandten durch Krankheit und Tod verloren haben (1900 davon in der Steiermark). „Und die Zahl der Kinder, die unser Angebot nutzen, steigt von Jahr zu Jahr“, sagt Sarah Eggert-Rainer, die aktuelle Leiterin von Rainbows. Seit Jänner ist Rainbows Teil von LebensGroß.
Der Grund ist einfach die Mundpropaganda: „Es hat sich herumgesprochen, dass es da ein Angebot für Kinder gibt, in dem sie professionell durch schwierige Zeiten der Veränderung und des Verlusts begleitet werden“, sagt Eggert-Rainer. Rund 300 Kinder werden jährlich alleine in der Steiermark betreut – doch um Förderungen muss man kämpfen. Zuletzt etwa fiel eine Bundesförderung weg, andere Förderungen wurden seit Jahren nicht valorisiert.
„Die Wertschätzung der Fördergeber ist zwar groß, aber von Wertschätzung alleine können wir nicht leben“, sagt Bojdunyak-Rack. Aktuell ist der Verein daher auch auf Spenden angewiesen, um seine Arbeit finanzieren zu können. „Wir dürfen die Bedürfnisse der Kinder nicht aus den Augen verlieren. Sie sind unsere Zukunft und wir alle profitieren davon, wenn sie lernen, gut durch Krisen zu kommen“, sagen Eggert-Rainer und Bojdunyak-Rack.
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